«Wollen die mich töten?»

Anselm Lenz, Gründer des Vereins «Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand» und Herausgeber der Zeitung «Der Widerstand», sagt, er werde in den letzten Monaten hart angegangen von einem Gegner, hinter dem er den Staat vermute.

Gerade habe er in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Notausgabe seiner Zeitung «Der Widerstand» produziert, die am Freitag habe drucken lassen in einer neuen Druckerei. Der Name der neuen Druckerei sei geheim. Die alte Druckerei, welche die ersten fünf Ausgaben in perfekter Druckqualität hergestellt hatte, sei unter Druck gesetzt worden, ihre Druckwalzen für keine weitere Ausgabe des „Demokratischen Widerstands“ mehr in ihrem Hause rollen zu lassen. Aufgrund des Drucks, dem die Druckerei ausgesetzt sei, müsse er sich eine neue Druckerei suchen, sagte Lenz. Wer die Druckerei unter Druck setze, wisse er nicht genau, sagte Lenz, machte aber vage Andeutungen in Richtung Staatsschutz.

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Geburtstagsfeier für das Grundgesetz, das heute 71 wird!

Ca. 40 soll es am Samstag in Berlins Mitte gegeben haben. Am Neptunbrunnen feierten Freiheitsdemonstranten die 2. Freedom Parade. Der Grundrechte-Rave war eine Geburtstagsfeier für das Grundgesetz, das heute 71 Jahre alt wurde. Bis 1990 war übrigens der 23. Mai der Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland.

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Doxing ist kein Journalismus

Man kann Ken Jebsen bekämpfen, verklagen, hassen. Alles völlig legitim. Und Anlass gibt es dazu wohl genug. Aber das Zeigen seines Klarnamens, seiner vollständigen Wohnanschrift und des Hauses in dem er mit seinen Kindern wohnt, das ist Doxing und kein Journalismus. Die Macher von SPIEGEL TV sollten das Strafgesetzbuch und den Pressekodex lesen, bevor sie ausrücken und in die Privatsphäre von Menschen eindringen. Das darf man DEM SPIEGEL nicht durchgehen lassen.

Ein Kommentar von Martin Lejeune

Wie fühlt es sich an, wenn SPIEGEL TV in Deine Privatsphäre eindringt, Deine Wohnanschrift veröffentlicht und das Haus zeigt, in dem Du wohnst?

Ein Interview mit Ken Jebsen über Doxing von SPIEGEL TV und den Angriff auf ein vermeintliches ZDF-Team, das eigentlich ein Team der Produktionsfirma TV United GmbH gewesen sei und dessen Kameramann für Jebsen Video-Portal «KenFM» arbeite.

Ken Jebsen sagt im persönlichen Gespräch, daß der am 1. Mai angegriffene Kameramann für «KenFM» arbeite. Jebsen freut sich, daß es dem Filmenden mittlerweile wieder besser gehe. Der Angriff auf den Kameramann und weitere Mitarbeiter des TV-Teams hatte deutschlandweit für Empörung gesorgt.

Ken Jebsen ist ein Künstlername. DER SPIEGEL enthüllte am Montag den bürgerlichen Namen Jebsens. Wikipedia reagierte prompt und übernahm die Angaben DES SPIEGELS auf dem Wikipedia-Eintrag mit dem Titel «Ken Jebsen».

Anlass für die Enthüllung DES SPIEGELS sind Ermittlungen des LKA Berlin zum Angriff auf ein Kamerateam der TV United GmbH am 1. Mai in Berlin. DER SPIEGEL veröffentliche hierzu unter dem Titel «Ken Jebsen nutzt Studio von attackierter TV-Produktionsfirma» einen Bericht mit dem Klarnamen von Jebsen.

Auf dem Fernsehsender RTL und auf der Streaming-Plattform TV NOW lief zudem am Montag die SPIEGEL TV-Sendung «Allianz des Schwachsinns», zu der die Hamburger Nachrichten-Redaktion Jebsen zählt.

Auf RTL und auf TV NOW zeigen die Filmemacher das Haus, in dem Jebsen und seine Familie in Berlin wohnen, die Anschrift des Hauses, den Innenhof und Jebsens Klarnamen auf dem Klingelschild.

Frage an Jebsen: Wie fühlt es sich an, wenn SPIEGEL TV in Deine Privatsphäre eindringt, Deine Wohnanschrift veröffentlicht und das Haus zeigt, in dem Du wohnst? «Da wohnen meine Kinder!», regt sich Jebsen auf über die Bilder von SPIEGEL TV auf RTL, die seine genaue Wohnanschrift und sein Wohnhaus zeigen. «Ich habe extra eine Firmenadresse in Kreuzberg, die auch im Impressum steht. In Kreuzberg sitzt meine Produktionsfirma Sector_B. In dem Haus, das SPIEGEL TV zeigt, wohnen meine Kinder und ich.»

Auf die Frage, ob er sich vor Stalkern fürchte, weil RTL, TV NOW und SPIEGEL TV seine genaue Wohnanschrift und sein Haus zeigen, antwortet Jebsen: «Wo soll man hinziehen als Journalist? Ich muss mich bewegen, das Haus verlassen, unterwegs sein, aus dem Auto steigen. Wer mich verfolgt, kann auch herausfinden, wo ich wohne. Und man kann mich immer finden, ich habe ein Stammcafé.»

Jebsen fühle sich an den letzten Angriff auf sich erinnert, der vor anderthalb Jahren vor dem Biomarkt LPG in Prenzlauer Berg geschah, nachdem er mit seiner Familie dort eingekauft hatte. Jebsen ist stinksauer auf SPIEGEL TV. Auf die Frage, ob er sich aufgrund des RTL-Films gefährdet fühle, entgegnet Jebsen: «Polizeischutz würde ich nicht machen». Er sagt jetzt extra laut: «Weißes Haus, Iran, Bombe! Ich komme aus einer Geheimdienstfamilie. Wer mir was antun will, der muss damit rechnen, das ich mich und meine Kinder verteidige. Der, der mich und meine Kinder angreift, ist tot.»

Wieviele Kinder hat er? «Offiziell drei», antwortet Jebsen.

Warum zeigen RTL, TV NOW und SPIEGEL TV ausgerechnet jetzt den Ort seiner Wohnung, seine Wohnanschrift und seinen Klarnamen? Jebsen vermutet, daß das merklich gesteigerte Interesse an seiner Person an der kürzlich gelungenen Reichweitensteigerung seiner Sendungen liegen könne. Und wie erklärt er sich die Reichweitensteigerung? «Weil die Leute bei mir was sehen, was sie in den Mainstream-Medien nicht sehen», kommt es wie aus der Pistole geschossen.

Jebsen sagt: »Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann siegst du. Das ist jetzt die dritte Phase, in der ich mich befinde. Bald werden wir siegen.»

Aber auch Spiegel TV breche aufgrund der Pandemielage alle Rekorde an Einschaltquoten, gibt Jebsen zu bedenken.

Über «Ken Jebsen» sagt Jebsen: «Das ist mein Künstlername, den ich seit Jahrzehnten benutze. Der steht sogar in meinem Personalausweis. Ken Jebsen ist ein Name, der zu einem Journalisten passt. Meinen bürgerlichen Name kann kein Deutscher aussprechen oder schreiben, der wird farsi geschrieben.» Farsi ist eine plurizentrische Sprache in Zentral- und Südwestasien. Sie gehört zum iranischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und ist Amtssprache in Iran, Afghanistan und Tadschikistan.

Jebsen sagt über «Ken Jebsen», das sei ein Name, den Deutsche aussprechen können. Ken Jebsen sei kein willkürlich gewählter Name. Jebsen heiße seine Familie mütterlicherseits, die aus Hamburg komme. Ken sei der Name, mit dem ihn viele Menschen rufen. «Schon in der Schule sprachen die Lehrer und Mitschüler mich immer mit falschem Namen an, weil sie meinen bürgerlichen Rufnamen nicht aussprechen konnten. Und in Briefen von Behörden an mich war mein Name immer falsch geschrieben. Irgendwann gibst Du auf», resignierte Jebsen und akzeptierte Ken als seinen Rufnahmen. Keks sei sein erster Rufname gewesen, an den er sich erinnern könne. Es folgten Kiba, Kevin und schließlich Ken. Und als Musiker, der in einer Band spielte, habe er ohnehin schon immer Künstlernamen gehabt. Jebsen hat mehrere Jahre im Musikgeschäft gearbeitet.

Inzwischen sei Ken Jebsen so etwas wie ein Produktname, ein Markenname geworden, so Jebsen über «Jebsen». Jebsen stellt allerdings klar: «Ich bin privat nicht Ken Jebsen. Ken Jebsen ein Dienstleister. Meine Freunde, meine Freundin sprechen mich mit meinem bürgerlichen Namen an, den sie inzwischen auf farsi richtig aussprechen können. Meine Kinder nennen mich Papa. Meine Mutter akzeptiert keinen Künstlernamen. Die nennt mich seit jeher so, wie sie mich nach meiner Geburt genannt hat. Wenn ich privat reise, nutze ich meinen bürgerlichen Namen. Aber wenn ich beruflich unterwegs bin, fliege ich unter dem Namen Ken Jebsen, sogar Hotels sind gebucht unter dem Namen Ken Jebsen.»

Ist Jebsen überrascht, das SPIEGEL TV in seinem privaten Wohnumfeld filmte? «Nein. Ich war das letzte Mal überrascht, als ich beim RBB rausgeworfen wurde, da bekam ich Morddrohungen auf mein Handy. Ich möchte jetzt einfach nur noch mit meinen Kindern wandern gehen», sagt Jebsen und beendet das Gespräch.

Theater ohne Publikum

Die Coronademonstrationen etablieren sich, die Teilnehmerzahl steigt und die Promidichte nimmt zu. Am Samstag lieferten sich Oliver Pocher und Attila Hildmann einen verbalen Schlagabtausch vor dem Reichstag. Hildmann handelt mit Lebensmitteln. Pocher ist Medienunternehmer.

Die Geschäftsleute konkurrieren nicht nur um Aufmerksamkeit, Medienpräsenz und die Zahl ihrer Follower, sondern auch um das größte Auto. Pocher fuhr im Escalade zur Demonstration. Hildmann bevorzugt Porsche.

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Oliver Pocher und RBB berichten über Polizei unterschiedlich

Ein Film vom 16.05.2020 auf dem Instagram-Kanal von Oliver Pocher zeigt, wie Pocher sich mit Attila Hildmann vor dem Reichstag unterhält. Polizeivollzugsbeamte unterbrechen Pocher und bitten ihn, mitzukommen.

Die Abendschau vom 16.05.2020 zitiert die Polizei mit Bezug auf Pocher mit folgenden Worten: „Doch dann wurde ihm laut Polizei die Anzahl Neugieriger unheimlich. Er habe um Schutz gebeten.“
https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20200516_1930/corona-proteste-demos-berlin.html
Die Pressestelle des RBB sagt dazu: „Laut unserem Autor ist das ein direktes Zitat der Polizei-Pressestelle.“

In dem Video vom 16.05.2020 mit dem Titel „Oliver Pocher liebt Urlaub in Israel“ sagte Pocher über sein Gespräch mit Polizeivollzugsbeamten: „Ich wurde aufgefordert oder es wurde uns gesagt, dass es besser wäre, wenn wir jetzt gehen würden. Und deswegen sind wir gegangen.“

IRRE CORONA-PRESSEKONFERENZ in Stuttgart

17.05.2020 Am gestrigen Abend trafen sich ca. 20 Pressevertreter zu einer Presse-Konferenz mit dem Initiator der Initiative „QUERDENKEN711“. Trotz Aufruf des Versammlungsleiters, die Mindestabstände einzuhalten, wurde der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten. Sind Pressekonferenzen ein Infektions-Hotspot?

Wir bitten die Presse uns darüber zu informieren, ob Teilnehmer der Pressekonferenz in den nächsten zwei Wochen positiv auf COVID-19 getestet wurden.

„Wie im Gefängnis!“, erzählt ein Ehemann über den Besuch bei seiner Ehefrau im Seniorenheim

Ein Ehemann durfte seit März seine Ehefrau im Seniorenheim aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen nicht mehr besuchen. Es geht ihr sehr schlecht, wenn sie ihren Mann nicht sieht. Letzte Woche hatte er sie erstmals wieder gesehen, durch eine Glasscheibe, ohne Körperkontakt. „Wie im Gefängnis!“, blickt der Ehemann fassungslos auf den Besucht bei seiner Frau zurück. „Ich habe sie nicht wiedererkannt. So schlecht sah sie aus.“ Sie habe total abgebaut, seelisch und körperlich, weil sie so isoliert sei, so alleine und einsam in ihrer monatelangen Quarantäne im Heim.

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Die Kurve der Demonstrationen zeigt eindeutig nach oben

Interview mit Thilo Cablitz, Sprecher der Polizei Berlin, zur heutigen Versammlungslage aus Sicht des Sicherheitsapparats.

Die polizeiliche Einsatzleitung zur Gewährleistung der Einhaltung der Verordnungen obliegt heute der allseits geschätzten Direktion Einsatz/Verkehr, die über viel Erfahrung verfügt mit Einsätzen in intensiven Versammlungslagen.

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Kakaozeremonie für die Grundrechte

Im Simon-Dach-Kiez in Friedrichshain gab es in einer Dachgeschosswohnung eine Kakaozeremonie für die Grundrechte.

Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts trafen sich nach Einbruch der Dunkelheit in der Wohnung, setzen sich auf den Boden und tranken aus Glasbehältern bitteren, dickflüßigen Kakao, der mit einer Kelle aus einem großen silberfarbigen Topf geschöpft wurde.

Der große Kakao-Topf stand in der Mitte des Raumes auf einer lila Decke. Darum standen Kerzen. Nach dem Trinken des Kakaos haben die ca. 25 Teilnehmer der Zeremonie anfangen zu meditieren.

„Ohm“-Laute waren zu hören. Nach der Mediation wurde über die Erlebnisse gesprochen. Es war eine friedliche, heitere Stimmung.

Man hat uns unser Grundgesetz gestohlen – und alle finden es prima

Eine Streitschrift mit 10 Fußnoten und einem PS

Was wir derzeit erleben, ist ungeheuerlich. Es gibt kein anderes Wort dafür. Niemand hätte Ähnliches noch vor ein paar Monaten auch nur zu träumen gewagt. Und damit meine ich nicht den Corona-Virus, sondern das, was die Politik daraus gemacht hat, und wie gehorsam, wie einhellig, die Menschen, die Medien, die Nachbarn, die Freunde den Anordnungen von oben Folge leisten.

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Bericht aus Zittau von der Grundrechtebewegung

Interview mit Steffen Golembiewski, der in Zittau ein Unternehmen für Videoproduktionen betreibt und regelmäßig Versammlungen für Grundrechte durchführt.

Sie veranstalten am kommenden Samstag in Zittau die Versammlung „Schäden durch die Corona-Maßnahmen. Wer trägt die Verantwortung? WIR DEMONSTRIEREN!“. Was ist geplant und mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie ungefähr?

Wir haben eine Demonstration mit 15 Teilnehmern angemeldet, und wollen auch als Demo mit nur 15 Teilnehmern auftreten. Wir stehen dann zu zweiten Mal im Abstand von ca. 2 Metern zueinander am Zittauer Herkulesbrunnen. Jeder unserer 15 Teilnehmer hat ein Schild in der Hand, auf dem eine der vielen negativen Folgen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie geschrieben steht. Über allem steht die Frage „Wer ist dafür verantwortlich?“ und wird auf dem größten Transparent von zwei Mitgliedern getragen. Wir werden nicht sprechen, also keine Durchsagen machen. Allein unsere durch die Auflagen vorgegebene Aufstellung, soll unseren Protest unterstreichen. Zu den Auflagen gehören unter anderem Mund und Nasenschutz, und das Markieren von Standfeldern für unsere Teilnehmer. Diese Vorgabe nutzen wir, um uns gezielt von den Zuschauern zu unterscheiden. Wir könnten uns 200 Leute als Zuschauer vorstellen

Wann und wie kamen Sie auf die Idee, sich aktiv für die Grundrechte zu engagieren?

Von Anfang an der Berichterstattung über die weltweite Ausbreitung des Erregers Covid-19 musste ich registrieren, dass der Vorgang eher einer Paranoia glich. Die Art der Berichterstattung erzeugte ausschließlich Angst und Panik in der Bevölkerung, und selbstverstärkend auf die Reaktionen der Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft. Ich konnte zu dieser Einschätzung kommen, da ich selbst mit der Herstellung von Videobeiträgen mein Geld verdiene, und mich mit der Wirkung von Bildmaterial sehr gut auskenne. Ich habe die Maßnahmen gegen die Pandemie von diesem Zeitpunkt an nur noch als irrationales Ergreifen von Maßnahmen wahrgenommen, die ohne Sinn und Verstand zeigen sollten, dass die Politik etwas unternimmt. Dass dabei Grundrechte geschliffen wurden war mir dabei gar nicht sofort aufgefallen.

Es ist eher ein Entdecken des Grundgesetzes gewesen, auf das ich durch wenige kritische Beiträge in den sozialen Netzwerken, welche ich intensiv verfolge, sensibilisiert wurde. Schlüsselerlebnis hierfür war die persönlich Erfahrung eines Freundes, der berichtete, dass sich eines Tages die Polizei ohne richterlichen Beschluss Zutritt zu seiner Wohnung verschaffte, um den Verdacht (durch Denunziation) nachzugehen, Großeltern hätten ihre Enkel betreut. Dieser Verdacht erhärtete sich, und die Großeltern haben für dieses Vergehen eine Anzeige erhalten. Der Großvater wiederum stellte Strafanzeige gegen die Polizei. Alleine durch die Absurdität des Tatvorwurfes war ich hochgradig alarmiert. Tatsächlich wurden allein schon in dieser Episode mehrere Grundrechte verletzt. In Folge dessen beschäftigte ich mich erstmals in meinem Leben intensiv mit den Grundrechten. Die Konsequenz aus dieser Beschäftigung mit dem Grundgesetz ist die Erkenntnis, dass alle Probleme welche sich durch das politische Reagieren auf den Covid-19 Erreger eingestellt haben, ausschließlich aus dem Bruch mit den Grundrechten resultieren

Wie verlief bisher Ihr Kontakt mit Mitarbeitern von Behörden, mit denen Sie aufgrund der geplanten Versammlung zu tun hatten? Ich frage, weil ich wissen möchte, wie Ihre Erfahrungen mit Repräsentanten des Staates im Zusammenhang mit Ihrer geplanten Versammlung bisher verlaufen sind?

Vermutlich als eine der ersten Initiative gegen die Maßnahmen im Zusammenhang der Corona-Pandemie deutschlandweit, meldete ich eine Protestkundgebung für den 25. April 2020 für 30 Teilnehmer fristgerecht in Zittau an. Ebenfalls fristgerecht wurde unser Ansinnen in einer Weise beauflagt, dass es eigentlich unmöglich wurde eine solche Demonstration durchzuführen. Beim telefonischen Erstkontakt mit dem Landratsamt, Sachgebiet Ordnungsrecht, wurde mir eine Giftliste diktiert, die in der Forderung gipfelte (Punkt 10), unsere 15 genehmigten Teilnehmer namentlich und mit Adresse zu erfassen, und diese Liste im Anschluss der Kundgebung der Polizei zu übergeben. Dass diktieren der Giftliste erfolgte freundlich. Es gab bis heute keinen unfreundlichen Kontakt mit Mitarbeitern von Behörden. Das letzte offizielle Auflagenpapier der Behörde enthielt den Punkt 10 nur noch in abgeschwächter Form, dass wir die Teilnehmerliste zwar erstellen müssen, diese aber 30 Tage aufzubewahren haben, und nicht der Polizei übergeben müssen.

Ich bin auf Ihre Versammlung aufmerksam geworden durch die Internetseite https://grundrechte-fuer-alle.de/. Durch welche Kanäle und Medien rufen Sie zur Teilnahme an Ihrer Versammlung auf?

Ausgang für die Gründung unserer Initiative war mein persönlicher Protest auf meinem Facebook Account. Daraus gründeten eine weitere Mitstreiterin und ich, eine geschlossene WhatsApp-Gruppe mit dem programmatischen Namen „Freiheit & Grundrechte/ZI“. Diese Gruppe wuchs schnell auf über 50 Mitglieder an. Die Gruppenmitglieder nutzen wiederum all ihre Kontakte um unsere Aktionen zu verkünden. Bisher waren dies mehrere offene Briefe und zwei Demonstrationen. Alle unsere Aktivitäten, also unsere schriftlichen Wortmeldungen und unsere Demonstrationen verkünden wir über einen Email-Verteiler an die regionalen Medien, bzw. deren Vertreter.

Sind Ihnen Politiker, Parteien oder Organisationen bekannt, die öffentlich zur Teilnahme an Ihrer Versammlung aufrufen?

Nein.

Sind Ihnen Zeitungen, Rundfunksender oder andere redaktionell betriebene Massenmedien bekannt, die Ihre Versammlung angekündigt haben oder im Vorfeld mit Vorberichten über Ihre Versammlung berichtet haben?

Ja. Das wären die Sächsische Zeitung mit ihren Lokalausgaben, und der Internet-Infokanal Zittau-Live (https://www.zittau-live.de/).

Was steht im Papier von Stephan Kohn?

Nach dem Lesen der 93-seitige Kurzfassung des Papiers von Stephan Kohn ist klar, daß es sich um ein seriöses Papier eines Referatsleiters aus dem BMI handelt. Und zwar (trotz des Dementis des Ministeriums) des zuständigen.

Wie er selber schreibt, hat er seine Überlegungen mehrfach seinen Vorgesetzten vorgelegt, ohne Erfolg. Deshalb hat er den Weg gewählt, das Papier an die Öffentlichkeit zu geben.

Dies ist grundsätzlich einem Beamten nicht gestattet, ist eine Verletzung seiner Dienstpflichten.

Solche Verletzung der Dienstpflicht ist aber dann gerechtfertigt, wenn nur so ein erheblicher Schaden von der Allgemeinheit abgewendet werden kann. Die Abwägung, ob das hier der Fall ist, ist schwierig.

Ich sehe den Gang des Mannes an die Öffentlichkeit als gerechtfertigt an, angesichts der überzeugenden, nicht sensationellen, klar und detailreich begründeten Sacheinschätzung, die er vorgelegt hat, und der Beschreibung der außerordentlichen (man könnte auch sagen: ungeheuren) Schäden, die die falsche Politik unserem Land zugefügt hat und weiterhin zufügt.

Hier die wesentlichen Punkte des Papiers:

– Das formale framework der Einschätzungen der Regierung (und demzufolge ihrer Maßnahmen) war und ist ist unvollständig und unzureichend (d.h. falsche Interpretation von Stistiken, Nichtberücksichtigung anderer Todesursachen, Nichtabwägung mit Folgeschäden, kein lessons learned aus früheren Epidemien, d. h. bes. der Grippe-Epidemie 2017/18.

– Deshalb waren die Maßnahemen falsch.

– Sie lassen sich nur als irrational erklären.

– Sie richten vermutlich mehr Schaden an, als sie Leben zu retten behaupten.

Hinsichtlich des letzteren Punktes beschränkt sich der Verfasser bewußt (bis auf eine Stelle, wo er die Auswirkungen auf die Altenheime thematisiert: nämlich wirtschaftlicher Einbruch, der zu weniger Geld für alte Menschen führen muß; also mehr vorzeitige Sterbefälle) auf kollaterale Sterbefälle.

Meine einzige Kritik betrifft diesen Punkt: Der schlimmste Kollateralschaden ist der ungeheure wirtschaftliche Einbruch, die dadurch massiv geringeren Steuereinnahmen, und Verluste an Lebensqualität weiter Teile der Bevölkerung.

Wie etwa bei den Verkehrstoten deutlich (wir nehmen sie hin, weil ohne Verkehr unser Land und unser Wohlstand zusammenbrechen würden) hätte auch bei Corona eine Abwägung sttfinden müssen: Wieviel Übersterblichkeit (laut dem Papier von Herrn Oberregierungsrat a. D. Kohn nach derzeitigem Stand zero, statistisch belegbare Zahlen erst in einigen Jahren vorliegend, aber sehr viel größere Wahrscheinlichkeit aus heutiger Sicht, wenn man mit jahreszeitlicher Grippe vergleicht, die ein Vielfaches an Opfern erfordert, ohne daß zusätzlich zu den Schäden durch die Epidemie auch noch Wirtschaft, Erziehung und Sozialleben lahmgelegt werden) bewirkt Corona? Laut der Aufzeichnung: nach heutigem Wissensstand keine meßbare Übersterblichkeit (excess deaths).

Ergebnis:

  1. Die Zusammenfassung reicht für den schnellen Leser.
  2. Das Papier ist sehr sorgfältig gearbeitet; es ist seriös.
  3. Es hat zwei Bedeutungen: einmal seinen Inhalt, und zum zweiten: Hier hat jemand sich aus nachvollziehbaren Gewissensgründen gegen eine von ihm als falsch und irrational – nur von Stimmungen getriebene – Politik gewandt, die seiner Einschätzung nach (die keineswegs leichtfertig, sondern insgesamt überzeugend erscheint) unser Land in massivster Weise geschädigt hat, und an jedem Tag ihres Fortbestehens noch mehr schädigen wird. Einem erfahrenen Beamten war dabei natürlich klar, daß seine Gewissensentscheidung zum Verlust seines Arbeitsplatzes führen würde, zu persönlicher Degradierung und zur vollständigen Elimination aus seinem sozialen Umfeld.

Er hat diese vorauszusehenden massiven Opfer, die faktische Vernichtung seiner Existenz und seiner Lebensarbeit, vorausgesehen und bewußt in Kauf genommen, um von unserem Land weiteren Schaden abzuwenden.

Das Corona-Leak aus dem BMI ist eine „Sensation“

Stephan Kohn, ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums (BMI) in Berlin, ist mit einem Dienstverbot belegt worden, weil er ein Papier verbreitet hat, dass die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung infrage stellt – auch gegenüber Beamten in den Ländern.

Kohn arbeitete im CSU-geführten BMI als Referatsleiter und ist Mitglied der SPD. Der Beamte wollte 2018 Bundesparteivorsitzender der SPD werden.

„Das Leak des Papiers ist eine Sensation“ und habe einen langen Vorlauf, sagt ein Insider, der mit den Vorgängen im Regierungsapparat vertraut ist. Bereits Mitte März soll Kohn erste Zweifel an den Eindämmungsmaßnahmen bei Kollegen und Vorgesetzten angemeldet haben.

Kohns Dienstherr begründete das Dienstverbot wie folgt: Es gebe nun ein «Verbot zur Führung der Dienstgeschäfte» nach dem Bundesbeamtengesetz.

Ein Sprecher des BMI erklärte: «Es geht nicht darum, dass ein Mitarbeiter eine kritische Meinung äußert, sondern darum, dass er das unter dem Briefkopf des Bundesinnenministeriums tut und dadurch den Anschein erweckt, es handle sich um die Position des Hauses.»

Das Ministerium hatte sich schon am Sonntag öffentlich von der Verbreitung durch Kohn distanziert. Allerdings ist die 192 Seiten umfassende Langfassung des Papiers aus dem BMI-Referat KM4 nicht das Werk eines einzelnen Oberregierungsrats.

Das Ministerium arbeitet von unten nach oben. Kohn war ein gut vernetzter Fachbeamter im Haus und verfügte über einen entsprechenden Apparat. Hierarchien verlaufen im BMI scharf und streng.

Kohn war im Referats KM4 zuständig für Analysen der kritischen Infrastruktur, wozu neben Stromnetzen und Wasserwerken auch die medizinische Versorgung gehört.

Mit Kohn haben wahrscheinlich mehrere kluge Augen aus dem BMI auf das Papier geschaut. Das Papier ist mit jedem Arbeitsschritt verändert und verbessert worden.

Bevor es ganz fertig wurde, etwa die letzten zehn Tage bevor Kohn es verbreitete, entstand wohl wie gewöhnlich ein regelrechtes rund-um-Uhr-Bearbeiten des Papiers und jedes Wort wurde untersucht und abgewogen.

Das Papier war demnach mitnichten eine Erfindung von heute auf morgen und niemals das Werk allein von Kohn und externen Beratern. Auch wenn nun versucht wird, den Oberregierungsrat außer Dienst zum allein Verantwortlichen zu machen.

Es könnten grundsätzlich bis zu 20 Personen an dem Papier beteiligt gewesen sein, schätzt der Insider. So ein Papier ist Kollektivarbeit und keine Einzelleistung. Kohn muss als einziger seinen Kopf hinhalten, weil er von seinem Computer aus das Papier verbreitete.

Unter der Hand soll Kohn von Horst Seehofers Spindoctor als „Außenseiter“, „Quertreiber“, sogar als „Spinner“ diffamiert worden sein. Er habe „seine Privatmeinung“ unter „Verwendung behördlicher Symbole“ verbreitet und dabei seine „sachliche Zuständigkeit“ überschritten. Die FAZ titelte entsprechend über Kohns Suspendierung: „Nur eine Privatmeinung“ (Nr. 110; S. 4).

Man wird nicht Oberregierungsrat im BMI ohne ein Gespür für Karriere. Es war Kohn klar, daß die Verbreitung des Papiers seine Karriere beenden werde.

Doch die Wahrheit wahr ihm wichtiger als die berufliche Existenz.

„Kohn könnte als Corona-Held, als deutscher Snowden in die Geschichtsbücher Eingang finden“, meint der Insider.

Grundrechte-Demo: Falsche Teilnehmerzahl in der Tagesschau

In der Tagesschau um 20:00 Uhr am 09.05.2020 heißt es über die Versammlung für Grundrechte der Bewegung Querdenken 711: „zur Demonstration in Stuttgart kamen nach Angaben der Veranstalter 5000 Menschen“.

Demo-Veranstalter Michael Ballweg bestreitet die Angaben der Tagesschau: „Jeder Journalist, der vor Ort war, kann bestätigen, dass diese Zahl bei weitem zu niedrig ist.“

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Baden-Württemberg will Versammlungsfreiheit einschränken

Das Bundesland Baden-Württemberg will die Versammlungsfreiheit einschränken, nachdem es in der Landeshauptstadt Stuttgart zu Demonstrationen für die Grundrechte kam. Anders als etwa in Bayern oder Berlin ist bisher in der baden-württembergischen Corona-Verordnung keine Obergrenze für die Zahl der Teilnehmer an einer genehmigten Versammlung festgelegt. Das wird sich nun höchst wahrscheinlich sehr schnell ändern.

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte gegenüber der Redaktion der „Stuttgarter Zeitung“ Online, diese Art von „Großveranstaltungen bereite ihm große Sorgen im Hinblick auf die Verbreitung des Coronavirus, aber auch mit Blick auf die Erwartungen gegenüber der Polizei“. Strobl will den Versammlungen für die Grundrechte einen Riegel vorschieben, zumindest die Zahl der Teilnehmer erheblich begrenzen.

Strobl sagte heute laut „Stuttgarter Zeitung“ Online: „Es kann nicht sein, dass wir Familien die Kommunions- oder Konfirmationsfeier mit unter 100 Gästen verbieten und gleichzeitig zehntausend Menschen auf dem Cannstatter Wasen zusammenkommen. Da muss man unbedingt etwas ändern.“

Der Sprecher des Innenministers Thomas Strobl war am Mittwoch Nachmittag nicht erreichbar. Auch nicht die Pressestelle der Versammlungsbehörde Stuttgart. Daher war die Zahl der Teilnehmer, auf welche die Versammlungen für Grundrechte beschränkt werden sollen, nicht zu erfahren.

Der Unternehmer Michael Ballweg ist der Kopf hinter der Bewegung „Querdenken 711“, die Demonstrationen für Grundrechte in Stuttgart veranstaltet. Er sagte gegenüber http://www.martinlejeune.de/: „Im Kooperationsgespräch hat die Versammlungsbehörde uns informiert, dass die Teilnehmerzahl verringert werden soll. Wir haben die Stadt Stuttgart gebeten, den Grund zu nennen und uns die Infektionszahlen der letzten sechs Wochen zur Verfügung zu stellen.“

Diese Seite wird weiterhin über die künftigen Entwicklungen in dieser Sache berichten.

Samstag Demotag

17 Demonstrationen, eine davon ein Aufzug, fanden am 9. Mai in Berlin im Bereich Platz der Republik, Rosa-Luxemburg-Platz und Alexanderplatz statt.

Die Zeitungsverteilung der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand (KDW), die von der Polizei ebenfalls als Versammlung bewertet wurde, war nicht angemeldet. Die Versammlungen, zu denen die Redaktion „Die Rote Fahne“ und der Unternehmer Attila Hildmann aufriefen, waren ebenfalls nicht angemeldet.

Der Samstag wird zum Demotag. Ein Rückblick auf den 9. Mai.

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Tag der Befreiung verlief ruhig

Die zweite Samstagsdemonstration, die an einem Freitag stattfand, verlief ruhig. Am Tag der Befreiung, dem 8. Mai, befanden sich nur wenige Menschen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz zur Hygienezeitungsverteilung. „Alles friedlich, keine Identitätsfeststellung, fast gelangweilt hätten sich die Polizisten“, sagte eine Polizeisprecherin über den Verlauf des Einsatzes am 8. Mai auf dem Rosa-Luxemburg-Platz.

Angemeldet waren nachfolgende n:

„Keine Querfont auf dem Rosa-Luxemburg-Platz“. Anmelder. Bergpartei. Von 12 bis 20 Uhr mit angemeldeten 50 Teilnehmern.

Mahnmache gegen rechtsextremistische Tendenzen in Politik und Gesellschaft. auf dem Alexanderplatz in Höhe Weltzeituhr Omas gegen Rechts. 15 bis 16 Uhr, 15 Teilnehmende.

Spätkapitalistische Revolution im Schatten der Corona-Pandemie

Das Großkapital könnte die Corona-Pandemie als weltweites Konjunkturprogramm für den Raubtierkapitalismus und für die Kapitalkonzentration mißbrauchen. Das Finanzkapital will, daß alle fiskalpolitischen Maßnahmen, die während der Corona-Pandemie getroffen werden, in ihre Hände spielen. Ziel dieser Revolution ist es, das spätkapitalistische System zu stabilisieren, die Rendite des Großkapitals zu konsolidieren, die Finanzmärkte zu stimulieren und den Leitzins anzuheben.

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Ist der Kapitalismus am Ende?

Aus einer verschlafenen und im Wohlstand und gleichzeitig in bitterer in Armut dahin existierenden Welt wurde Ende des 19. Jahrhunderts ein Geldtopf, der immer weiter gefüllt werden musste. War eine Kapitalvermehrung vor der Industrialisierung vor allem durch Kriege und infolge der Landeinnahme und der Kriegsfinanzierung möglich, so brach sich nun das Produktionsvermögen seinen Weg.

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Es braucht einen Demokratischen Widerstand

Soeben meldet der Coronaticker: 101 Jahre alte Frau schleicht sich aus einem Braunschweiger Seniorenheim, um ihrer Tochter zum Geburtstag zu gratulieren. Polizei greift sie auf und bringt sie in ihr Heim zurück. In ganz Deutschland wird strafrechtlich ermittelt und polizeilich durchgegriffen gegen Bürger, die für ihre Grundrechte demonstrieren, Freunde besuchen oder zum Haus Gottes gehen.

Das menschliche Leben wird auf dieser Erde gelebt. Nicht im Paradies. Das menschliche Leben ist ein Kompromiss. Im Paradies wird das anders sein. Dort braucht es keine Kompromisse mehr. Der Krieg gegen das vermeintliche Killer-Virus ist ein totaler Krieg ohne Kompromisse. Die Genfer Konvention, die Menschen- und Grundrechte, nichts zählt mehr. Nicht einmal mehr der Schutz der Familie als kleinste Zelle der Gesellschaft.

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Alternativlose Maßnahmen?

Die Bundesregierung hat heute ihre plurifunktionelle Strategie für die schrittweise Ausphasung der Coronarestriktionen vorgestellt. Kernpunkt der CS 4.0 (Corona-Strategie 4.0) ist die stufenweise Ersetzung der Corona-Schutz-Maßnahmen durch den Ausgleichsmechanismus Cotok (Corona-Toten-Kompensation). Durch neue Maßnahmen werden ebensoviele oder mehr Menschenleben gerettet, wie durch die Ausphasung der Corana-Schutzstrategie verloren gehen. Es kommt jetzt darauf an (ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger), daß wir gemeinsam einen sequentiellen Multireduktions-Prozeß initialisieren. Wir schaffen das!

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Freunde in der Not, gehn tausend auf ein Lot

Vom Wegschauen, wenn dem Nachbarn Unrecht geschieht

Über diese Einsamkeit, das menschliche Bedürfnis, nicht allein zu sein, sondern Geborgenheit in einer Gruppe zu finden, habe ich in den letzten Wochen an viele Freunde geschrieben – ohne Resonanz. Diese Einsamkeit scheint bei vielen ein Tabuthema zu sein.

Anselm Lenz war gewiß einsam in seiner Zelle 216, doch er hatte Freunde, die draußen auf ihn warteten bis er gegen halb zwei Uhr früh am 2. Mai per richterlichem Beschluss aus dem Gewahrsam entlassen wurde.

Die Einsamkeit in Zelle 216

Anselm Lenz, Gründer der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand (KDW), wurde um ca. 15.30 Uhr in der Nähe des Rosa-Luxemburg-Platzes von der Polizei festgenommen, nachdem er zunächst von dem Rücksitz eines Taxis aus durch das heruntergelassene Fenster eine Ausgabe seiner Zeitung Der Widerstand gegen einen Polizisten warf und anschließend, vor dem Taxi stehend, weitere Ausgaben seiner Zeitung auf herbeigeeilte Polizeivollzugsbeamte schmiß.

Lenz setzte sich daraufhin wieder ins Taxi, das von den Polizisten umstellt wurde. Die Polizisten nehmen Lenz im Taxi fest und zerrten ihn heraus auf die Straße. Lenz wurde in Handschellen in die Bearbeitergasse vor dem Karl-Liebknecht-Haus gebracht.

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Gespenstische Stimmung am 1. Mai

Eine Versammlung der Bergpartei fand am 1. Mai nahezu ohne Zuschauer und Zuhörer vor der Volksbühne auf dem Rosa-Luxemburg-Platz statt. Die Polizei hatte den Platz weiträumig abgeriegelt. An den Straßensperren durften nur Anwohner und Pressevertreter durch.

Im Scheunenviertel im Einsatz waren Polizeivollzugsbeamte der Länder Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

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Repressionen gegen Rechtsanwalt

Am Rande der Verteilung der Zeitung «Der Widerstand» am 1. Mai auf dem Rosa-Luxemburg-Platz nahmen drei Polizeivollzugsbeamte den Rechtsanwalt Florian Daniel fest. Daniel ist der Prozessbevollmächtigte des Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand (KDW) e. V. in Gründung in dem Rechtsstreit der KDW gegen Behörden des Landes Berlin wegen des ausgesprochenen Verbots der Verteilung der Zeitung. Ziel der Einlegung der Rechtsmittel ist die erfolgreiche Anfechtung des Verbots.

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