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Bericht aus Waldshut-Tiengen von der Grundrechtebewegung

Der Zolldeklarant Andreas Krusch (43) ruft zum 9. Mai in Waldshut-Tiengen zu einer Kundgebung für die Grundrechte auf. Waldshut-Tiengen ist eine Doppelstadt am Hochrhein im Südwesten Baden-Württembergs unmittelbar an der Schweizer Grenze. Ein Interview mit Herrn Krusch zu seinem Vorhaben.

Herr Krusch, Sie veranstalten am kommenden Samstag in Waldshut-Tiengen die Versammlung „Mahnwache für den Erhalt der deutschen Grundrechte und unserer Freiheit“. Was ist geplant und mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie ungefähr?

Ich plane eine Rede zum Grundgesetz. Dabei möchte ich meinen Mitbürgern die verschiedenen Artikel des Grundgesetzes nahe bringen, die gerade von unserer Bundesregierung meiner Meinung nach missachtet werden. Dabei sind mir gerade Artikel 3, 4, 5, 8, 11, 12, 14 des Grundgesetzes wichtig. Weiterhin wird es noch zwei weitere Redner geben, die die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen behandeln werden. Darüber hinaus werden Helfer Grundgesetzbücher im Taschenformat und einen selbstgemachten Flyer verteilen. Meine Mahnwache ist vom örtlichen Ordnungsamt auf 100 Teilnehmer begrenz worden. Ich bin aber davon überzeugt, daß mindesten nochmal so viele Zaungäste kommen werden, was für eine kleine Stadt wie Waldshut sehr viel ist.

Wann und wie kamen Sie auf die Idee, sich aktiv für die Grundrechte zu engagieren?

Eigentlich kam ich darauf als ich am 25.04.2020 mit einem Freund in Freiburg war und dort auf eine Demonstration stieß. Da war mir klar, wir müssen am Hochrhein auch etwas machen um die Leute zu informieren.

Wie verlief bisher Ihr Kontakt mit Mitarbeitern von Behörden, mit denen Sie aufgrund der geplanten Versammlung zu tun hatten? Ich frage, weil ich wissen möchte, wie Ihre Erfahrungen mit Repräsentanten des Staates im Zusammenhang mit Ihrer geplanten Versammlung bisher verlaufen sind?

Der Kontakt und die Korrespondenz mit dem örtlichen Ordnungsamt war zwar bis auf einige Missverständnisse ganz gut, aber ich hatte das Gefühl, daß es nicht gerne gesehen wird eine Mahnwache oder Demonstration anzumelden. Ich muss aber fairerweise dazu sagen, daß der Mitarbeiter des Ordnungsamtes eingesehen hatte, trotz der Pandemie eine Veranstaltung im öffentlichen Raum zuzulassen. 

Ich bin auf Ihre Versammlung aufmerksam geworden durch die Internetseite https://grundrechte-fuer-alle.de/. Durch welche Kanäle und Medien rufen Sie zur Teilnahme an Ihrer Versammlung auf?

Ich bewerbe meine Mahnwache über Facebook, Telegram und WhatsApp.

Sind Ihnen Politiker, Parteien oder Organisationen bekannt, die öffentlich zur Teilnahme an Ihrer Versammlung aufrufen?

Mir sind keine Organisationen, Politiker oder Parteien bekannt, die zu meiner Veranstaltung aufrufen. Davon abgesehen wünsche ich auch nicht, daß Politiker welcher Partei auch immer für meine Veranstaltung werben. Darüber hinaus sind Parteien und sämtliche Parteisymbole bei meiner Mahnwache untersagt. Ich möchte eine Veranstaltung als Bürger für Bürger machen und keine Parteiveranstaltung.

Sind Ihnen Zeitungen, Rundfunksender oder andere redaktionell betriebene Massenmedien bekannt, die Ihre Versammlung angekündigt haben oder im Vorfeld mit Vorberichten über Ihre Versammlung berichtet haben?

Nein, das ist mir nicht bekannt. Leider muss ich auch sagen, daß unsere regionalen Zeitungen und Rundfunksender nicht gerade am Puls der Zeit sind.

Herr Krusch, haben Sie vielen Dank für das Interview.

Von Martin Lejeune

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