Bundespräsident Steinmeier, Sie dürfen dieses Gesetz nicht unterschreiben!‬

Die Ehe kann nur eine Verbindung zwischen Mann & Frau sein‬. ‪Der propagandistische Kampf-Begriff Ehe für alle ist eine Verschwörung der Lügenpresse um die Homosexualisierung Deutschlands zu verschleiern.

Herr Bundespräsident Steinmeier, Sie dürfen dieses Gesetz nicht unterschreiben!‬ Ohne Ihre Unterschrift bleibt dieses den Bund der Ehe schändende und die Moral zerstörende Gesetz ungültig!

2 Gedanken zu „Bundespräsident Steinmeier, Sie dürfen dieses Gesetz nicht unterschreiben!‬

  1. Guten Tag Herr Lejeune,
    Sie unterstreichen meiner Erfahrung nach bei jedem Artikel oder Statment, dass sie Journalist seien. Als angehöriger dieser Zunft richten Ihre Leser und auch hoffentlich Sie selbst einen gewissen Anspruch an die Seriösität und die Qualität ihrer Nachrichten und Mitteilungen.
    Ich sehe in dieser kurzen Nachricht leider ettliche Fehltritte, die keinem Journalisten so von der Hand gehen sollten und fühle mich aufgefordert Ihnen darzulegen, was mich stört.
    Als kritikfähiger und diskussionsfreudiger Journalist wissen Sie dies hoffentlich zu Schätzen.
    Überschrift:
    Die Überschrift sollte kurz und Prägnant den Leser auf den Inhalt der folgenen Nachricht hinweisen. Sie verweisen lediglich auf „dieses Gesetz“.
    Weiterhin schreiben Sie, Herr Steinmeier dürfe dieses Gesetz nicht unterschreiben. Demnach behaupten Sie es existiere ein Verbot, dass das Handeln des Bundespräsidenten hier bestimmen müsse. Ich behaupte dem ist nicht so. Als Journalist sind sie sich sicherlich bewusst, dass sie bei Existenzbehauptungen in der Nachweispflicht sind. Dieser kommen Sie auch im späteren nicht nach.
    Erster Satz:
    Sie stellen die Behauptung auf, die Ehe könne nur ein Verbindung zwischen Mann und Frau sein. Eine Begründung für diese Behauptung fehlt leider. In anbetracht der Tatsache, dass unser Bundestag jüngst ein Gesetz beschlossen hat, dass eine Ehe eben auch zwischen gleichgeschlechtlichen Partner geschlossen werden kann, möchte ich sogar behaupten, dass die Behauptung schlicht falsch ist.
    Soweit so falsch.
    „Der propagandistische Kampf-Begriff Ehe für alle ist eine Verschwörung der Lügenpresse um die Homosexualisierung Deutschlands zu verschleiern.“
    Es fällt mir ehrlich gesagt schwer einen Anfang zu finden:
    1) Sie unterstellem den Begriff „Ehe für alle“, dass er „propagandistisch“ sei.
    Da ein Ausdruck nicht autonom Propaganda betreiben kann, unterstellen Sie also allen die diesen Audruck verwenden die Verwendung von Propaganda zur Erreichung ihrer Ziele. Propaganda ist die Manipulation der Meinung von Gruppen und Individuen durch einen Propagandisten mit dem Ziel das Handeln der Gruppen und Individuen in eine gewünschte Richtung zu lenken OHNE eine freie Meinungsbildung auf Basis von Informationen und rationalen Gründen zuzulassen.
    Die Verbreitung von Propaganda ist nach dieser Definition, auf die wir uns hoffentlich einigen können als Demokratiefeindlich einzustufen.
    Sie sehen vielleicht die Ironie, dass gerade Sie die den Vorwurf der Propaganda erheben bisher selbst jegliche Nachweise für Ihre Forderungen und Behauptungen schuldig geblieben sind.
    Im Satz folgt nun die These es gebe eine „Verschwörung der Lügenpresse“. Auch hier fehlen jegliche Beweise für die Existenz einer sonstwie gearteten Verschwörung und verehrter Herr Lejeune, bitte kritisieren Sie doch nicht die Verwendung von Kampf-Begriffen und benutzen dann den Ausdruck „Lügenpresse“.
    Als nächstes folgt die These es gebe eine „Homosexualisierung Deutschlands“.
    Sie bleiben nicht nur die Erklärung schuldig, was denn diese „Homosexualisierung“ sein soll sondern auch hier fehlt erneut jegliche Form eines Nachweises, die ihre Behauptung stützt.
    Nun wiederholen Sie noch einmal ihre Überschrift. Das ist als Stilmittel zulässig, finde ich nach persönlichem Geschmack aber unsauber.
    Im letzen Satz habe ich tatsächlich ein Körnchen Wahrheit finden können.
    Sofern Herr Steinmeier seine Unterschrift verweigert, wird das Gesetz nicht umgesetzt. Das ist in der Tat wahr, aber ich denke auch sehr unwahrscheinlich.
    Nun werfen Sie dem Gesetz weiterhin vor es würde den „Bund der Ehe schänden“ und die „Moral zerstören“.
    Eine Schändung bezeichtet zunächst einen destruktive geprägten Vorgang mit der Herabsetzung des Wertes des geschändeten Gutes. Weiterhin wird er selten als Synonym für die Vergewaltigung gebraucht. Ich nehme für das Folgende an Sie beziehen sich auf die erste Bedeutung.
    Da es sich bei dem „Bund der Ehe“ um ein rein immaterielles Gut handelt, ist der Begrif „Schändung“ unpassend. Ich nehme an im wesentlichen möchten Sie ausdrücken, dass der „Bund der Ehe“ in irgendeiner Form Schaden erleidet. Es ist nicht ersichtlich, wie dieser Schaden aussehen sollen. Eine Begründung fehlt ebenfalls.
    Die letzte Behauptung die Moral würde zerstört, halte ich auch für falsch.
    Der Begriff Moral bezeichnet die Einstellungen, Werte und Handlungsmuster von Individuen und Gruppen. Wie Sie sicherlich in vielen Umfragen sehen konnten, befürwortet eine deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung die gesetzliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partner und die Öffnung des Bundes der Ehe für diese. Demnach bestätigt das Gesetz die aktuelle öffentliche Moral.

    Unter dem Beitrag lese ich, dass er unter dem Stichwort „politische Analyse“ veröffentlich wurde. Es Handelt sich aufgrund des Fehlens jeglicher Gründe, Quellen und Beweise in dem Beitrag jedoch ausschließlich um Ihre persönliche Meinung und demnach um einen Kommentar. Diese Trennung ist, wie Sie sicherlich wissen im Journalismus unglaublich wichtig um eine neutrale Berichterstattung zu gewährleisten. Ich möchte Sie deshalb im Interesse Ihrer Leser bitten diese in Zukunft ernst zu nehmen.

    Ich hoffe, Sie können meine Kritik annehmen.
    So oder So freue ich mich auf ihre Stellungnahme.

    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Henne

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