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Michael Ballweg ist der Rudi Dutschke 2020. Auch wenn die Linke und die Antifa das nicht wahrhaben wollen!

Die Linke muss sich entscheiden, ob sie Michael Ballwegs Bewegung unterstützt und den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten möchte oder ob sie diesen politischen Umbruch den anderen Kräften überlassen will.

Die Linke sowie die zahlreichen Gruppierungen und Strömungen der Antifa positionieren sich geschlossen gegen „Querdenken“ und boykottierten die „Versammlung der Freiheit“ am 1. August. Damit überlassen sie nicht nur das Feld den Rechten, die sie im Nachgang zum Super-Demo-Wochenende als „Corona-Leugner“ und „Covidioten“ beschimpften, sondern sie erleichtern den Demonstranten auch die Wut auf den (linken) politischen Gegner und schweißen sie in ihrer tendenziell eher rechtsoffenen Blase zusammen. Beschimpfungen führen dazu, daß Gräben tiefer werden, die Gesellschaft sich noch weiter spaltet und Verhältnisse wie in Polen oder Ungarn drohen.

Daß die rechtsradikale „Patriotic Opposition Europe“ (POE) auf einem Truck der „Versammlung der Freiheit“ mitfuhr, ist nur möglich, weil es in der Querdenken-Bewegung keinen linksradikalen Gegenflügel gibt, der das im Vorfeld hätte verhindern können.

Die Linke wird weiterhin einflußloser Zaungast bleiben, wenn sie nicht endlich beginnt, sich aktiv zu engagieren in der Bewegung. Und Rechtfertigungen ihres Boykotts wie „das unprofessionelle Agieren der Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand (KDW)“ hätten sie demoralisiert, führt auch nicht zu einer breiteren Basis der Querdenken-Bewegung.

Die Linken können nach dem 1. August nicht mehr einfach nur den Demos wegblieben und sagen, die Querdenker seien alle „Scheiß-Nazis!“ Dafür ist die Bewegung zu groß und zu bunt geworden. Das beweisen die Teilnehmer der Berliner Versammlungen vom Wochenende.

Die Linken müssen akzeptieren: es ist 2020 und Michael Ballweg ist der Rudi Dutschke dieses Jahres. Die zeitgenössische außerparlamentarische Linke hat es nicht geschafft, eine eigene Leitperson vom Formate eines Rudi Dutschkes hervorzubringen, die das Charisma hätte, diese Bewegung anzuführen.

Die Linke muss sich entscheiden, ob sie Michael Ballwegs Bewegung unterstützt und den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten möchte oder ob sie diesen politischen Umbruch den anderen Kräften überlassen will.

Möchte die Linke die Querdenker weiterhin pauschal als «Idioten» beschimpfen oder möchten sie sich einreihen in die Demonstrationen von Querdenken, mitprotestieren und konstruktiv ihre eigene linksmotivierte Kritik an den Maßnahmen einbringen? Peter Nowak gelingt dies bereits. Siehe:

Wer, wenn nicht die außerparlamentarische Linke, könnte bei Querdenken den Anspruch erheben: «Wir sind die linke Alternative!»

Von Martin Lejeune

6 Antworten auf „Michael Ballweg ist der Rudi Dutschke 2020. Auch wenn die Linke und die Antifa das nicht wahrhaben wollen!“

Die Antifa ist eine linke verbrechertruppe deren elter führungskräfter von lnken grünen u spd spitzenpolitiker sind man ist unter merkel u ihre helfer dabei die Demokratie in eine faschistische DDR Diktatur nach türkischen vorbild umzuwandeln . Bürger wacht auf u treten Querdenken 711Stuttgart bei .
Bitte ihr Veranstalter gebt mir einer der wahren u ehrlichen bürgerrechtler v.89 v.leipzig u meiningen eine faire redechanse un stuttgart oder berlin . Ich werde mich an eure regeln halten u euch nicht enttäuschen .rede aber ohne es mir aufzuschreiben u abzulesen . Wie ich es immer getan habe bin von bundespräsident Tau u thür.ministerpräsidentin lieberknecht aisgezeichnet als bürgerrechtler v.89
Bitte gebt mir eine Redrchanse vor diesen super mutigen u anständigen volk Danke im voraus u warte auf eure zusage für eine rede. Werde extra deswegen nach stuttgart oder nach berlin kommen meine handy nummer 01746829866
Übrigens bin ich über 40jahre fusballschiedsrichter u leide bisher jedes W.e 3 bisb4 spiele alle klassen u geschlechter hier im Lk.
Warte nun auf eure zusage mit datum zum reden in Stuttgart o.berlin

Natürlich fehlt der „linksradikale Flügel“ bei der Sekte Querdenken 08/15. Linke brauchen keinen Führer. Und Rudi Dutschke ist Ballweg niemals, eher Ron Hubbard von Scientology.

Korrekt.

Das Selbstverständnis und der reaktionäre Selbstermächtigungspathos dieser durch und durch völkischen Wirklichkeitsleugner sind sui generis faschistisch.

Wie in der völkischen Rechten der Lebensreformbewegung im Spätwilhelminismus handelt es sich erneut um die Fanatisierung jenes Teils des Kleinbürgertums, das globale Krisenphänomene narzisstisch auf die eigene Befindlichkeit verkürzt und selbst grundlegende Formen des rationalen Denkens durch Verweigerung von Wirklichkeitswahrnehmung und paranoide Selbstzentrierung ersetzt.

Ein Virus, dessen Auftreten früher oder später durch fortschreitende Naturzerstörung vorhersehbar war, wird nurmehr als Kränkung der eigenen bloß neoliberal deklinierten „Identität“ aufgefasst. Seine empirisch nicht zu leugnende Existenz kollidiert mit einem entfremdeten Freiheitsbegriff, der die optionalen Verheißungen des Massenkonsums als einzig noch erfahrbare Form der Existenzvergewisserung verabsolutiert und hysterisch den status quo ante vor dem Gewahrwerden der Krisis als „Normalität“ für sich erzwingen will, weil eine andere, nämlich solidarische und nachhaltige Existenzweise für diese Leute nicht mehr denkbar ersccheint.

Dass diese Leute im Gleichschritt mit NPD-Funktionären, Reichsbürgern und Rechtsesoterikern marschieren, geschieht einzig und allein, weil sich hier Gleiche zu Gleichen gesellen. Die chauvinistische Usurpation einer Minderheit, die sich im Brüllen des Slogans „Wir sind das Volk!“ ausdrückt und die nach Femegerichten und Exekutionen von Sündenböcken giert, vollendet sich da, wo die, die eine offen faschistische Wendung herbeiführen sollen, selbst diese, ihre eigene reaktionäre Entscheidung noch auf Dritte projizieren müssen.

Nein, Herr Lejeune: Linke können sich nicht in Ihre feuchten braunen Träume einfügen, weil die, die es täten, in dem Moment ihre Konversion zum faschistischen Mob vollzogen hätten. Wer mit einem mehr als nur rassistischen Zugenschlag die kollektive Lynchbereitschaft entfesselt und für die Errettung eines leeren Konsumismus alte und vorerkrankte Menschen auf dem Altar des Sozialdarwinismus aufgeopfert sehen will, weil er die in Südostasien selbstverständliche Achtsamkeit durch Tragen eines Textils in der Öffentlichkeit als Zumutung erachtet, hat den Boden der Menschlichkeit längst verlassen. (Tja, was für eine Schmach, rumlaufen zu müssen wie die „Schlitzaugen“, nicht wahr, Herr Lejeune?)

Dieser Mob muss nicht erst faschistisch werden – er war es von Anfang an.

Hüstl, … in welcher Blase haben Sie eigentlich studiert ? Kommen Sie mal wieder auf den Boden. Es ist eher nicht so daß man den Grad der Intelligenz an der Anzahl der verwendeten Fremdworte messen kann.

Es beglückwünscht Sie zu den linken Grabenkämpfen ein echter ‚Rechter‘ …

Ich kenne Herr Lejeune nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen daß er Ihr ‚Ressentiment‘ der Schlitzaugen teilt. Das würden Sie eher bei unseresgleichen zu finden glauben, doch muss ich Sie auch hier enttäuschen. Ich mag die Schlitzaugen viel lieber als viele andere Gäste die schon viel zu lange hier sind.

Grundsätzlich spricht aus Ihrem Text eigentlich nichts anderes als ein abgrundtiefer Hass – paradoxer weise genährt aus Liebe zu einer friedlichen Welt. Man kann Ihnen verzeihen, Sie sind an dieser Verwirrung nicht selbst schuld Sie wurden so gemacht.

Viele Menschen denken heute wir wären auf dem Weg in eine Diktatur. Oder „Wer in der Demokratie schläft wacht in der Diktatur auf“. Leider haben die Menschen nicht erkannt daß wir schon viele Jahre nur in einer Demokratiesimulation leben und das so langsam die Maske fällt – auch wenn wir diese aufsetzen sollen…

Zu Ballweg – kann ich nicht viel sagen, aber er ist doch eher der kapitalorientierte Unternehmer – Seine Kinderverfolgungs-App sagt mir nicht unbedingt zu… eher ein Spielzeug für Kontrollsüchtige…

Wie wahr, wie wahr!
Bis auf den Ausrutscher mit Rudi Dutschke. Rudi war gegen den Kapitalismus in unserem Land und gegen den „real existierenden Sozialismus“ der DDR. wüsste nicht womit Ballweg punkten kann.

Gibt es ein gutes, linkes Flugi, das man vorher lesen und dann verteilen könnte?

Peter

Von wegen rechts offen… Es scheint selbst dem gewogenen, politischen Kommentator in D-Land unvorstellbar zu sein, dass es dieser Bewegung ausschließlich um die Sache geht, ohne jeden ideologischen Überbau. Dass es tatsächlich in einer Situation, in der wir in eine Hygienediktatur abzugleiten drohen, sehr konkret und unmittelbar um die Wiederherstellung des Grundgesetzes und die Abwehr eines völlig autoritären Regimes gehen könnte. Die politische Linke versagt vollständig als Opposition, ja sie schreit nach noch restriktiveren Maßnahmen, Teile der Antifa haben zu verschiedenen Gelegenheiten gemeinsam mit der Polizei auf Demonstranten eingeprügelt, die gegen ein autoritäres Regime aufbegehren, DAS ist das eigentlich Bizarre an der ganzen Situation. Und nicht eine Bewegung, die den schwammigen, eigentlich unpolitischen Begriff der „bürgerlichen Mitte“ plötzlich und unerwartet mit Leben erfüllt, weil sie wirklich einen Querschnitt der Bevölkerung mobilisiert.

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