Sparkasse Mittelsachsen diskriminiert syrische Staatsbürger

Die Sparkasse Mittelsachsen diskriminiert syrische Staatsbürger und blockiert die Überweisung einer Syrerin. Die Syrerin geht daraufhin mehrmals in die Filiale und bekommt die Antwort, daß ihr die Überweisung verweigert werde wegen ihrer syrischen Staatsbürgerschaft.

Am 15.01.2018 überweist eine Syrerin in Sachsen von ihrem Konto bei der Sparkasse Mittelsachsen den Betrag in Höhe von 720,00 Euro an Herrn Gamal El-Din Galal Ahmed Solumai, den Geschäftsführer des Buchverlags “Bibliomania Publishing & Distribution Egypt“ in Kairo.

Der Verwendungszweck auf dem Überweisungsträger der Sparkasse Mittelsachsen lautet „Veröffentlichung des Buches Love him after 40 Wars“ (ISBN: 978-977-6607-35-4). In der arabischen Welt ist es üblich, Bücher in Kairo zu verlegen, weil dort viele Verlage, Druckereien und Buchmessen ihren Sitz haben. Die Kontonummer des Empfängers der Überweisung der Sparkasse Mittelsachsen ist das Geschäftskonto des Buchverlags “Bibliomania Publishing & Distribution Egypt“ in Kairo.

Am 19.01.2018 bucht die Sparkasse Mittelsachsen den Betrag in Höhe von 670,00 Euro zurück auf das Konto der Syrerin mit dem Verwendungszweck „Rückgabe ZA due to internal Policy“. Der Syrerin wurde eine Gebühr in Höhe von 50,00 Euro für die Nicht-Ausführung ihrer Überweisung berechnet und von ihrem Konto abgebucht.

Am 28.01.2018 fragt die Syrerin ihre Sparkasse, weshalb die Überweisung nicht ausgeführt worden sei.

Am 29.01.2018 antwortet die zuständige Mitarbeiterin der Sparkasse Mittelsachsen: “Meine Recherchen in der Auslandsabteilung haben ergeben, dass die Deutsche Bank als weiterleitendes Institut, die Zahlung wegen ‘Syrien-Bezug’ ablehnt. In Ihrem Fall ist es Ihre syrische Staatsbürgerschaft.”

Das ist eine Diskriminierung gegen syrische Staatsangehörige in Deutschland und verstößt gegen das Grundgesetz der Gleichheit vor dem Recht.

Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Finanzen äußern sich trotz mehrmaliger Anfrage nicht zu dem Fall.

Ich fordere vom Gesetzgeber in Deutschland die gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen, daß eine Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit strafbar ist.

Kleines Aperçu:

Die diskriminierte Syrerin trägt Hijab und Katjes macht unterdessen mit Fake-Hijabi Werbung für Fruchtgummi.

Als zahlende Konsumenten von Fruchtgummi sind Muslimas mit Hijab akzeptiert, als Kundinnen einer Bank werden sie diskriminiert. Und als Lehrerinnen dürfen sie in Berlin auch nicht arbeiten.

2 Gedanken zu „Sparkasse Mittelsachsen diskriminiert syrische Staatsbürger

  1. Wie hat sich diese ganze Sache denn zwischenzeitlich entwickelt. Wurde die Überweisung mittlerweile vielleicht doch durchgeführt`?

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