JuBIG Akademie lädt Mehmet Daimagüler ein

Mehmet Gürcan Daimagüler ist ein Berliner Anwalt, der im NSU-Prozeß zwei Opfer-Familien als Nebenkläger vertritt. Doch neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt wartet auf Daimagüler bald eine weitere Aufgabe. Er wurde in den Stiftungsrat der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin berufen. Das geht aus einem Brief hervor, den der Stifttungsratsvorsitzende Andreas Zick am 15. August 2017 an Daimagüler geschrieben hat. Auch Stephan Joachim Kramer, der frühere Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und heutiger Geheimdienstchef des Landes Thüringen, gehört zum Stiftungsrat.

Gründungskurator und Unterstützer der Amadeu Antonio Stiftung ist Cem Özdemir, der Mann, der die Armenien-Resolution in den Deutschen Bundestag brachte.

Die Stiftung ist gegen die Menschen, die sich für den Widerstand in Palästina und gegen die Unterdrückung der Palästinenser einsetzen.

Wer auf der Internetseite der Stiftung https://www.amadeu-antonio-stiftung.de in der Suche Israel eingibt, findet zahlreiche Treffer, die belegen, daß die Amadeu Antonio Stiftung mit Israel sympathisiert.

Daimagüler ist für den 15. November 2017 erstmals zu einem Stiftungsratstreffen der Amadeu Antonio Stiftung eingeladen.

Durch die Nachricht, daß Daimagüler in den Stiftungsrat einer solchen pro-Israelischen Stiftung berufen wurde, wurde ich neugierig, was Daimagüler gerade noch so alles macht. Auf seiner Facebook-Seite finde ich eine Einladung zu einem Treffen mit derJuBIG Akademie der BIG Partei am 31. Oktober 2017 in Bonn.

Ich wollte mir aus diesem Anlaß ein Bild machen von Daimagülers gesellschaftlichem Engagement, um zu wissen, wen die Jugendabteilung der BIG-Partei zu sich einlädt.

Unter der Verantwortung von Jan Böhmermann gestaltet die Agentur des Israelischen Aktivisten Shahak Shapira die Kampagne „Free Deniz“. Unter der Internet-Adresse http://freedeniz.de/ stehen die Namen der Unterstützer, die Freiheit für Deniz Yücel fordern: es sind die Namen der politischen und kulturellen Elite in Deutschland und einer dieser Namen lautet Mehmet Daimagüler.

Daimagüler sagt über Deniz Yücel: „Nach seiner Inhaftierung habe ich meine Kontakte genutzt, mich für ihn eingesetzt.“

Am 10. September 2017 schrieb Daimagüler auf Facebook: “Happy Birthday, Deniz Yücel. Halt durch.”

Daimagüler wohnte mit Cem Özdemir zusammen. “Zwei Jahre lang bewohnte er mit Özdemir eine gemeinsame Wohnung in Bonn, abends kamen Kollegen von der CDU wie Eckart von Klaeden, 33, oder Norbert Röttgen, 34, auf einen Wein vorbei.”

Norbert Röttgen wurde später Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages und ein Gegner der Akparti und Befürworter der Armenien-Resolution.

Eckart von Klaeden wurde Staatsminister im Bundeskanzleramt, das Israel unterstützt.

Über die gemeinsame WG-Zeit mit Cem Özdemir sagt Daimagüler: „Wir verstanden uns gut. Wir funkten auf der gleichen Wellenlänge.“

Noch heute vertritt Daimagüler die Interessen von Cem Özdemir als Anwalt.

Daimagüler ist Altstipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung. Am 23. September 2017 veröffentlicht Daimagüler auf Facebook: „Heute Abend seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder bei einem Konvent der Stipendiaten und Altstipendiaten der Friedrich-Naumann-Stiftung in Gummersbach. Das wird bestimmt sehr nett.“

Meines Ermessens nach steckt unter anderem die Friedrich-Naumann-Stiftung hinter dem Putschversuch des 15. Juli als auch hinter den Gezi-Randalen in der Türkei. Ziel der Friedrich-Naumann-Stiftung und der anderen deutschen Stiftungen ist meinen Erkenntnissen nach, die Akparti-Regierung in der Türkei zu stürzen.

Über Erdoğan sagt Daimagüler: „Was mich wirklich empört sind diese unsäglichen Nazi-Vergleiche.” Und: “Bis 2008 war Erdoğan ein guter Politiker.“

Was ist ab 2009 passiert? Anfang 2009 (im Januar) sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan vor den Augen der gesamten Weltöffentlichkeit: „One Minute!“ und nannte den israelischen Präsidenten Shimon Peres einen „Killer“. Das war wenige Tage nach dem Angriff auf Gaza.

Zur Erinnerung: „One Minute!“, sagte Erdoğan, weil das Weltwirtschaftsforum in Davos ihm das Wort entzog und den Mund verbieten wollte. Erdoğan sagte daraufhin, er gehe nie wieder zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos.

Daimagüler ist seit 2005 „Junger Weltführer“ (“Young Global Leader”) des Weltwirtschaftsforums in Davos; initiiert durch den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Was ab 2009 auf Erdoğans Rede in Davos folgte, war Erdoğans gelebte Solidarität für Palästina, wie zum Beispiel die Unterstützung für die Mavi Marmara und den Widerstand in Palästina.

Wenn ich Daimagüler reden höre über „die Politik Erdoğans und seine Ausfälle“, dann frage ich mich, ob Daimagüler mit diesen „Ausfällen“ Erdoğans Eintreten für die Unterdrückten in Palästina und überall auf dieser Welt meint?

Daimagüler unternimmt Auftritte mit Israels Unterstützern in Deutschland, die Feinde sind des Widerstands in Palästina.

Daimagüler tritt beispielsweise auf mit:

Daimagüler engagiert sich Ende Mai 2106 dafür, daß Volker Beck erneut am 24. September 2017 als Mitglied des Deutschen Bundestages kandidieren kann:

http://www.ksta.de/blob/24136714/46227ea9d32ed338b80fdc5a1d3e3b16/volker-beck-wird-im-bundestag-gebraucht-data.pdf

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs, den Daimagüler für Beck unterschrieben hat, gehören unter anderem auch Ahmad Mansour und Mouhanad Khorchide, die mit dem “Liberalen Islam”-Projekt der Seyran Ateş sympathisieren.

Daimagüler schreibt nach der Eröffnung der Goethe Moschee GmbH von Ateş: “Jeder Mensch sollte selbst entscheiden OB er überhaupt glaubt, WORAN er glaubt, WIE er glaubt.”

Daimagüler unterstützt politisch den Volker Beck, der sich beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe dafür einsetzt, gegen Ditib vorzugehen.

Und den Volker Beck, der laut seiner Internetseite Mitglied ist im Beirat des American Jewish Committee AJC Berlin Ramer Institute (Amerikanisch-Jüdischer Ausschuss), ein radikaler Gegner des Widerstands gegen Israel. Der AJC fordert in Bezug auf Israel:

“Strategische Partnerschaft weiterentwickeln. Das AJC Berlin Ramer Institute setzt sich für die Stärkung der amerikanisch-deutsch-israelischen Beziehungen als integralen Bestandteil der transatlantischen Partnerschaft ein.”

Daimagüler ist Mitglied der Atlantik-Brücke, welche die Interessen der Mächte vertritt gemeinsam mit den Bilderbergern und der „Trilateral Commission“, finanziert durch Rockefeller und der Ford-Stiftung.

In der Atlantik-Brücke wurde Daimagüler „Junger Führer“ (“Young Leader”). Er reist in die USA, wo Daimagüler eine Auszeichnung erhält von der Harvard-Universität. Der Jude Yoav nominierte Daimagüler für den Harvard-Preis. Daimagüler wurde auch aufgenommen in das „Yale Weltgenossen Programm“, (“Yale World Fellows Program”) über das Daimagüler sagt: „Ich bin stolz, zur Yale-Familie zu gehören.“

Heutzutage wirbt Daimagüler auf Facebook um Nachwuchs für dieses Elite-Programm von Yale.

Daimagüler war auch für US-amerikanische Boston Consulting Group (BCG) tätig.

Daimagüler sagt über die Vertreter US-amerikanischen Interessen in der Atlantik-Brücke: „Politisch findet sich dort von Angela Merkel über Guido Westerwelle bis Cem Özdemir alles, was Rang und Namen in unserem Land hat. Mit Ignatz Bubis arbeitete ich eng und vertrauensvoll im Bundesvorstand der FDP zusammen. Er war für mich ein echtes Vorbild, politisch, aber vor allem menschlich.“

Die Namen, die Daimagüler als Referenzen der Atlantik-Brücke anführt, sind nicht bekannt dafür, daß sie sich einsetzen gegen die Unterdrückung unserer muslimischen Brüder in Palästina. Angela Merkel fällt sogar auf durch Waffenlieferungen an die völkerrechtswidrig handelnde Israelische Besatzer-Armee.

Daimagüler gründete den Verein Liberale Türkisch-Deutsche Vereinigung (LTD) über die er sagt: “Unterstützung erhielten wir von Ignatz Bubis, damals Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er rief mich an und lud mich auf ein Treffen in Frankfurt ein. Ich schilderte ihm unser Vorhaben. Er war begeistert und unterstützte uns bis zu seinem Tod, wo immer er konnte.”

Dadurch wissen wir, daß ausgerechnet der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland das Projekt Liberale Türkisch-Deutsche Vereinigung (LTD) mit allen Mitteln unterstützt hat.

Daimagüler sagt über seine Abstammung: “Ethnisch betrachtet war mein Vater ebenso wenig Türke wie meine Mutter.” Und: „Bei uns zu Hause war die Türkei oder das Türkische kein großes Thema.“

Daimagüler ist deutsche Staatsbürger und sein Türkisch ist laut seiner eigenen Aussage “erbärmlich”. Sogar Erdoğan tadelte Daimagüler für seine mangelhaften türkischen Sprachkenntnisse. Daimagüler entgegnete: “Herr Ministerpräsident, ich finde, für einen Deutschen ist mein Türkisch ganz gut.”

Daimagüler ist also laut eigener Aussage Deutscher. Und ethnisch kein Türke. Was ist er ethnisch? Ein Armenier, Georgier, Grieche oder ein Israeli?

Mit Bubis arbeite Daimagüler auch zusammen im Bundesvorstand der FDP. Nach seinem Tod wurde Bubis auf eigenen Wunsch in Israel beerdigt.

Die FDP ist die Partei von Tobias Huch. Daher lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Projekte der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung, die Daimagüler förderte:

Anlässlich der Verleihung des Raif Badawi Award 2017 für mutige Journalisten an Ahmet Şık veranstaltete das Deutsche Institut für Menschenrechte in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung eine Podiumsdiskussion zur Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei am 10. Oktober 2017 im Quadriga Forum am Auswärtigen Amt in Berlin.

Daimagüler ist Mitglied im Kuratorium des Deutschen Instituts für Menschenrechte, das regelmäßig die türkische Regierung attackiert.

Im Programm zu der Veranstaltung heißt es:

„Die politischen Entwicklungen in der Türkei werden seit dem gescheiterten Putschversuch im vergangenen Jahr mit immer größerer Sorge beobachtet. Einschränkungen elementarer Grundrechte sind heute zunehmend an der Tagesordnung.

Die mittlerweile drastischen Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit führen auch hier zu Lande regelmäßig zu vielen Reaktionen – dies insbesondere deshalb, weil die Verhaftungen auch deutsche Staatsbürger wie den Journalisten Deniz Yücel oder den Menschenrechtsaktivsten Peter Steudtner treffen.

Darüber hinaus besteht aber auch eine besondere Verbundenheit zwischen den beiden Ländern Deutschland und der Türkei, die vielen Menschen gleichermaßen Heimat sind. Die kontroverse Debatte um das türkische Verfassungsreferendum betraf so auch viele unserer Mitmenschen.

Aus diesen Gründen können wir nicht einfach wegsehen, wenn in der Türkei die Demokratie ins Wanken gerät und kritische Stimmen systematisch ausgeschaltet werden.

Auch die unabhängige Jury des Raif Badawi Award for courageous journalists der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat sich 2017 mit der Wahl des seit Ende 2016 wieder inhaftierten türkischen Investigativ-Journalisten Ahmet Şık diesem Thema gewidmet.

Sein Anwalt, Can Atalay, wird für ihn den Preis entgegennehmen. Aus diesem Anlass wollen wir in einer Podiumsdiskussion die zentralen Fragen zum Thema mit Can Atalay sowie führenden Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren. Quo vadis Türkei?

Wie können die demokratischen Kräfte im Land gestärkt werden? Was kann die neue Bundesregierung (besser) machen? Was können wir in Deutschland tun, um einer gesellschaftlichen Spaltung über dieses Thema entgegen zu wirken?“

Gemeinsam mit den Anwälten Serkan Alkan, Onur Özata und Seda Basay-Yildiz erhält Daimagüler 2017 den Plattino-Preis der Türkisch-Deutschen Studierenden und Akademiker Plattform. Im Beirat des Preisverleihers sitzen Cem Özdemir und Staatsministerin Aydan Özoğuz, die sich 2016 als Mitglied des Deutschen Bundestages für die Armenien-Resolution stark gemacht hat.

Für die Armenien-Resolution im Deutschen Bundestag war auch Özcan Mutlu, dem Daimagüler (im Dankeswort seines Buches) “für spannende Diskussionen” dankt.

Mit Mutlu hat Daimagüler eine gemeinsame Feier von Muslimen und Juden für “60 Jahre Israel” initiiert. Seit wann feiern Muslime Israel? Muslime feiern nicht Israel. Die Gründung Israels vor 60 Jahren ist für Muslime die “Katastrophe” (Nakba) und wird nicht gefeiert, sondern bedauert. Und betrauert werden die Zehntausenden muslimischen (und christlichen) Todesopfer durch die Gründung Israels und betrauert werden die Millionen muslimischen (und christlichen) Vertriebenen durch die Gründung Israels.

Wir Muslime unterstützen den Widerstand gegen Israel.

Und dann ausgerechnet Mutlu. Schon 1998 hetzte Mutlu gegen unsere muslimischen Brüder in Deutschland in einem RBB (ARD)-Interview: https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/migration_integration/tuerken_in_berlin.html

Als nach der Inhaftierung Deniz Yücels die große Demonstration vor der Türkischen Botschaft in Berlin die Befreiung Yücels forderte, war Mutlu der Organisator.

Es gibt auch einen Brief, den Mutlu und Daimagüler am 18.01.2017 zusammen an den Minister Alexander Lorz geschrieben haben.

https://www.susann-ruethrich.de/wp-content/uploads/2017/01/170118-Brief-Min-Lorz-.pdf

Daimagüler, der an der Universität Bonn Philosophie studierte, sagt über den Glauben: „Ich bin religionsskepitisch.“

„Die Philosophie ist die Wissenschaft der Juden“, sagt der große türkische Gelehrte und unser Vorbild Üstad Kadir Mısıroğlu.

Und Daimagüler sagt über den Glauben: „Ich trinke Alkohol, ich bete nicht, ich gehe nicht in die Mosche, ich war noch nie in Mekka. Im Grunde ist mir Religion egal.“

Dieser Daimagüler, der also laut eigener Aussage nicht betet und der Religion gegenüber skeptisch eingestellt ist, benutzt den Namen von Allah (Subhanahu wa ta’ala) dann aber ausgerechnet in einem negativen Kontext, um Jürgen Möllemann aus der FDP auszugrenzen, nachdem Möllemann ein israelkritisches Flugblatt verfaßte und Daimagüler nach seiner Haltung zu Möllemanns Israelkritik gefragt wurde:

‘Geh mit Allah aber geh.’ Mit dieser Äußerung über Möllemann hat Mehmet Daimagüler, Beisitzer im FDP-Bundesvorstand, vielen Parteimitgliedern aus dem Herzen gesprochen. Vor allem in der Bundespartei ist man sich einig: Möllemann muss weg. Viele Vorstandsmitglieder hoffen dabei auf die Einsicht des ehemaligen FDP-Vize, selbst aus der Partei auszutreten.

FDP-Chef Guido Westerwelle schließt einen Parteiausschluss von Möllemann nicht völlig aus” (FAZ)

Ein Parteiausschluss hatte sich durch den merkwürdigen Tod Möllemanns erledigt.

Was hat Daimagüler eigentlich dagegen, daß Möllemann die Wahrheit ausspricht? Daß Sharon Panzer auffahren läßt in Palästina und völkerrechtlich bindende UN-Resolutionen mißachtet, haben wir alle ausgiebig im Fernsehen verfolgen können. Daß Friedman Sharon verteidigt, konnte man auch erleben. Israelische Panzer attackieren sogar das Hauptquartier des Freiheitskämpfers Abu Ammar (Jassir Arafat) in Ramallah.

Warum müßen dann ausgerechnet diese beiden Herren – Daimagüler (Religion egal) und Mutlu (hetzt gegen muslimische Brüder) ! – sich bei den Juden als die Repräsentanten der Muslime hervortun, um eine Feier “Muslime und Juden feiern 60 Jahre Israel” zu initiieren?

Es ist Daimagülers freie Entscheidung, ob er religiös ist und ob er betet. Aber sich mit einem Mutlu, der gegen unsere muslimischen Brüder hetzt, als einzige namentlich genannte Muslim bei der Feier mit den Juden herauszustellen, ist schon heftig. Und dann auch noch als Muslime 60 Jahre Israel zu feiern.

Die in der Einladung zur Feier genannten Juden Ronald Lauder und Lala Süsskind sind wie Michael Wolffsohn Freunde Israles und Feinde des Widerstands in Palästina.

Süsskind ist Mitbegründerin des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) in Berlin, das aktiv ist gegen die Unterstützer des Widerstands in Palästina.

Lauder ist Präsident des Jüdischen Weltkongresses, der 1936 als zionistische Organisation in der Schweiz gegründet wurde und seither die Kolonialisierung Palästinas vorantreibt.

Auch Baha Güngör sitzt im Beirat der Türkisch-Deutschen Studierenden und Akademiker Plattform, die Daimagüler 2017 den Preis verlieh.

Güngör ist ehemaliger Leiter der türkischen Redaktion des Staatssenders Deutschen Welle, die regelmäßig und kontinuierlich Stimmung und Unwahrheiten gegen Erdoğan verbreitet. Güngör tritt regelmäßig im Fernehen auf, z. B. bei Phoenix, um Erdoğan in der deutschen Öffentlichkeit anzufeinden. Eine YouTube-Recherche zu Güngör zeigt dies.

Und auch Caner Aver gehört zum Beirat des Preisverleihers an Daimagüler. Aver repräsentiert im Beirat das Essener Zentrums für Türkeistudien – eine staatliche Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalen, deren Mitarbeiter, Gäste und Beiratsmitglieder fortwährend die Akparti und Erdoğan angreifen. Aver macht Stimmung gegen die Türkei in Deutschland s, in dem er den Medien sagt: „Von Überwachung durch Spitzel ist auszugehen“ (Bayerischer Rundfunk) und „Erdoğan will absolute Macht“ (Deutsche Welle).

Gewalttätige Taten und meiner Meinung nach rassistische, sozialrassistische und frauenfeindliche Äußerungen Daimagülers sind dokumentiert.

Einer Polizeimeldung zufolge habe Daimagüler 2008 einen Hotelangestellten geschlagen und rassistisch beleidigt. Daimagüler wurde “aggressiv und äußerte sich unflätig über die Nationalität des Hotelangestellten”. Als zur Hilfe gerufene Sicherheitskräfte “das Hotel betraten, saß der 40-Jährige auf dem 63-Jährigen und schlug auf ihn ein. Die beiden Helfer mussten den Renitenten gewaltsam von seinem Opfer wegreißen, da er auf die Forderung, sofort aufzuhören, nicht reagierte. Der zuständige Direktionsassistent des Hotels gab dann gegenüber den inzwischen eingetroffenen Polizisten an, der ‘Gast’ sei dafür bekannt, dass er schon öfter versucht habe, mit Tricks und Lügen den Zimmerpreis zu drücken. ”

Einer Anklage der Staatsanwaltschaft Berlin zufolge habe Daimagüler 2015 auf einen Cafe-Angestellten eingeschlagen – wodurch der Angestellte Gesichts- und Kopfverletzungen erlitten hat – und eine Kellnerin als „Schlampe“ (meiner Meinung nach frauenfeindlich) und eine Polizistin mit den Worten „Blondie, was willst du hier? Du hast doch nur Hauptschulabschluss“ (meiner Meinung nach sozialrassistisch) beleidigt habe. Das Verfahren ist laut einem Zeitungsbericht ohne Urteil eingestellt worden gegen eine Geldzahlung in Höhe von knapp 10.000,– Euro.

Homophobie ist hingegen etwas, daß man Daimagüler, der einem Corps angehört(e?) und auch in dem Verbindungshaus des Corps lebte, nicht vorwerfen kann: “Ich zog in das Verbindungshaus…war…in dieser Corpswelt angekommen…jede Menge Homosexuelle…Ein gutes Corps ist schwul”.

Über den schwulen Guido Westerwelle sagt Daimagüler: “Es entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zwischen uns, die über Jahrzehnte anhalten sollte.” Westerwelle, wir erinnern uns, unterstützte Daimagülers harten Kurs gegen Möllemann, nachdem Möllemann Ariel Sharon und Michel Friedman kritisierte.

Am 31.10.2017 nun lädt die JuBIG Akademie Daimagüler ein. Ist es sinnvoll, als islamische Partei jemanden einzuladen wie Daimagüler, der sich für US-amerikanische Interessen und für Israel einsetzt?

Wenn es darum geht, einen NSU-Opferanwalt einzuladen, könnte man einen der anderen 61 NSU-Opferanwälte einladen. Auch türkisch-stämmige Anwälte gibt es unter diesen weiteren 61 NSU-Opferanwälten.

Spätestens nach diesem Artikel weiß man bei der BIG-Partei genau, wen man mit Daimagüler zu sich einlädt in die BIG-Zentrale in der Adenauerallee 13 in 53111 Bonn.

Dorthin, wo auch der Rechtsanwalt Martin Yahya Heising praktiziert. Heisings Büro und die BIG-Parteizentrale haben dieselbe Adresse. Laut der Aussage von Tolga Özgül (lädt zur Veranstaltung mit Daimagüler ein) auf Facebook sei Heising ebenfalls “BIG-Member”.

Auf eine schriftliche Anfrage hin, dementiert Heising nicht, daß er BIG-Mitglied ist, bestätigt dies aber auch nicht.

Heising und Daimagüler sind beide auf der Internetseite des Türkisch-Deutschen Strafverteidiger-Forums als deren Sprecher genannt. Das Forum ist ein Netzwerk von Strafverteidigern und Strafrechtsexperten. Als weitere Sprecher fungieren Serkan Alkan und Seda Basay-Yildiz

Alle vier Sprecher (Daimagüler, Heising, Alkan, Basay-Yildiz) sind auch NSU-Opferanwälte.

Fazit: Die rote Linie verläuft für uns Muslime dort, wo der Widerstand in Palästina und seine Unterstützer bekämpft werden. Diese rote Linie kann niemand überschreiten, der für die Daava ist. Daimagüler hat diese rote Linie überschritten. Daher sollte jemand, der diese rote Linie überschreitet, nicht in unsere Projekte einbezogen werden, solange er diese rote Linie überschreitet.

Martin Lejeune, der Autor dieses Artikels räumte der Pressestelle der JuBIG Akademie per E-Mail-Anfrage die Möglichkeit ein, Stellung zu beziehen bezüglich der Vorwürfe gegen Daimagüler. Die Antwort auf die E-Mail enthielt jedoch kein Statement zur Sache, sondern Unterstellungen und Beleidigungen gegen den Autor. Zu Daimagülers Taten äußert sich die einladende JuBIG Akademie bis heute nicht.

Stellungnahme von Martin Lejeune zur BIG Partei, die zum Boykott der Wahl aufruft: Ich fordere alle Wahlberechtigten auf, zur Wahl zu gehen

Auf welcher Seite steht ihr von BIG? Jedes kleine Kind weiß, daß wenn man nicht zu den Wahlen geht, damit die Parteien unterstützt, die Feinde der Türkei sind.

Dadurch, daß ihr von BIG aufgegeben habt und an dieser Wahl nicht teilnehmt, haben wir entdeckt, welche Vision ihr habt.

Ich habe euch von BIG vor der Wahl in NRW gesagt, bündelt eure Kräfte! Wenn ihr sowieso vorhattet, euch nicht aufstellen zu lassen für die Bundestagswahl, hättet ihr die Stimmen zumindest zu einer anderen Partei lenken können.

Ich rufe alle auf, zur Wahl zu gehen und ihre Stimme abzugeben! Für eine genaue Wahlempfehlung brauche ich noch wenige Tage Zeit für die Recherche. Ich habe viele Parteien angeschrieben und sie gefragt, wie sie zu Erdogan stehen und warte alle Antworten ab. Ich werde dann für eine der Parteien stimmen, die hinter Erdogan stehen.

BIG hat eine historische Chance verpaßt, bei dieser Wahl anzutreten, mit der die Weichen für das Wohlergehen der Muslime in Deutschland gestellt werden.

Nach der Armenier-Resolution, der deutschen Sabotage aller Ja-Veranstaltungen für das Referendum und nach dem Auftrittsverbot für Reis Erdogan während G20 ist die muslimische Community völlig allein gelassen worden durch BIG, wen sie wählen sollen. Und AD ist auch nur um ein einziges Bundesland besser aufgestellt als BIG.