Mit Ultimatum will ein deutscher Bürgermeister eine türkischstämmige Integrationsbeauftragte zwingen, sich von Erdogan zu distanzieren

Brief des Bürgermeisters der Stadt Stadtoldendorf, Helmut Affelt, an die Integrationsbeauftragte der Stadt Stadtoldendorf, Esin Özalp

„Liebe Esin,

angesichts der verbalen Angriffe gegen demokratische Parteien in Deutschland durch den türkischen Präsidenten Erdogan halte ich es für dringend geboten, dass du dich als Integrationsbeauftragte, als SPD-Parteimitglied und als Mandatsträgerin öffentlich äußerst. Du bist deutsche Staatsbürgerin.

Ich bin der Bürgermeister der Stadt Stadtoldendorf und pflege einen freundschaftlichen Kontakt zu der türkischstämmigen Community in Stadtoldendorf.

Ich bin CDU-Mitglied und fühle mich persönlich verletzt, wenn ich als ,Türkeifeind‘ durch Präsident Erdogan bezeichnet werde.

Liebe Esin, bitte äußere dich sehr zeitnah öffentlich zu dem Problem. Ansonsten bist du meiner Ansicht nicht mehr politisch als Integrationsbeauftragte der Stadt Stadtoldendorf tragbar.“

Wenn Du Dein Amt zurückgeben willst, dann hätte ich in der Situation großes Verständnis.

Lieben Gruß an Deine Familie!

Helmut“

Das Vorgehen des Bürgermeisters ist inakzeptabel. Der Bürgermeister will eine demokratisch legitimierte Integrationsbeauftragte wegputschen. Nur weil sie sich nicht von unserem REiS Erdoğan distanziert. Helmut Affelt hat Esin Özalp sogar gedroht, wenn sie sich nicht öffentlich von Erdoğan distanziert. Das ist eine moderne Hexenjagd. Esin Özalp darf nicht vom Staat gezwungen werden, gegen ihren freien Willen irgendwelche Lippenbekenntnisse abzulegen. Das sind GESTAPO- und STASI-Methoden.      MARTIN LEJEUNE