ZDF und DER SPIEGEL verharmlosen Nikolai Nerling

Während eines Presserundgangs mit den beiden Innenministern vom Land und vom Bund sowie mit dem Oberbürgermeister der Stadt am 22.06.2020 in Stuttgart hetzte der bekannte Rechtsextremist Nikolai Nerling alias «Der Volkslehrer» mutmaßlich gegen Ausländer und gegen den Bundesminister des Inneren.

Nerling wurde am 09.12.2019 wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust verurteilt durch den Richter am Amtsgericht Lukas Neubeck. Viele Informationsstellen gegen Rechts dokumentieren zudem die Äußerungen, die Nerling tätigt.

Nerling ist bekannt. Dennoch geben das ZDF und DER SPIEGEL Nerling eine Plattform, ohne seine Äußerungen oder seine Person journalistisch einzuordnen.

«Und aus dem Entsetzen, das über der Stadt hängt, schält sich eine zutiefst empörte Politikerschar und es ist auch klar mit welchen Fragen sie konfrontiert sind», sagt die Sprecherin des «ZDF Heute Journals» (Tweet vom 22.06.2020).

Daraufhin wird Nerling gezeigt, der den anwesenden Bundesminister suggestiv fragt: «Herr Seehofer, haben wir ein Problem mit Migrantengewalt in Deutschland?»

Es folgt keine weitere Einordnung der Redaktion. Ein journalistisches Versagen.

Auf der Internetseite von DER SPIEGEL war ein Livestream zu sehen, in dem sich Nerling unverblümt mutmaßlich volksverhetzend äußern konnte. Es erfolgte ebenfalls keine Einordnung der Äußerungen von Nerling seitens der Redaktion.

Zudem wird Nerling in dem Bericht unter der Überschrift «Eskalation am Schlossplatz» von DER SPIEGEL zitiert mit den Worten «Merkels Gäste waren das!» in Bezug auf die Tatverdächtigen, die Straftaten in der Nacht auf den 21.06.2020 in Stuttgart begangen haben sollen.

Den bekannten Rechtsextremisten Nerling als «Umstehenden» zu verharmlosen, ist wohlmöglich eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht. Wenn man sich den Livestream von DER SPIEGEL anschaut, dann stellt der durchschnittlich verständige Zuschauer fest, daß Nerling den Pressetermin über entscheidende Strecken dominiert hat durch sein ständiges Reden, Fragen, Provozieren und mutmaßliches Hetzen.

Polizeihauptkommissarin Monika Ackermann, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Stuttgart, sagt, daß Nerling ihrem Chef, dem Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Stuttgart, der schon vieles erlebt habe, „nachhaltig in Erinnerung geblieben“ und unangenehm aufgefallen sei.

Auch der Pressesprecher der Stadt Stuttgart, Sven Matis, musste während des Presserundgangs mäßigend auf Nerling einwirken.

«Ich konnte kein journalistisches Interesse erkennen und habe zusammen mit der Polizei Stuttgart auf Mäßigung drängen müssen», schrieb Matis auf dem Nachrichtendienst Twitter.

Wenn der Pressesprecher einer Großstadt und der Leiter der Pressestelle eines großen Polizeipräsidiums beide mäßigend auf einen Rechtsextremisten einwirken müssen, dann handelt es sich bei dieser Person nicht bloß um einen «Umstehenden», sondern um einen Akteur.

Und zwar um einen wegen Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung verurteilten Akteur.

Das sollten ZDF und DER SPIEGEL unverzüglich klarstellen, um den Vorwurf, sie würden Nerling verharmlosen, zu entkräften.

4 Gedanken zu „ZDF und DER SPIEGEL verharmlosen Nikolai Nerling

  1. Pingback: Anzeige gegen Nerling wegen mutmaßlicher Beleidigung von Horst Seehofer | Martin LejeuneMartin Lejeune

  2. Der Spiegel und das ZDF sind RECHTSOFFEN! Querfront! – vielleicht sogar rechtsextrem – da wüten reaktionäre Psychokräfte unterhalb der Oberfläche des journalistischen Bewusstseins – verkappte Nazisympathisanten, rechtsextremes Gedankengut – harmlos verpackt – hahaha.

  3. Ich schätze die Arbeit von Nikolai Nerling sehr. Leider hat Youtube alle Prozessbeobachtungs Videos BRD gegen Alfred und Monica Schäfer wegzensiert. Es ging B’nai B’rith tatsächlich darum, 911 Ermittlungen im kanadischen Parlament zu verhindern mit der Holocaustkeule. Monica Schäfer ist nämlich eine der Gründerinnen der Green Party Kanada und eng mit der Vorsitzenden befreundet. Sie hat damals einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Sachen 911 erwirkt! Der 11 tägige Prozess war für uns eine beeindruckende Darstellung wie politische Strafprozesse mit „transatlantischer Order“ in der BRD funktionieren. Angst regiert die BRD!

    Nikolai Nerling schenke ich gerne Geld und freue mich, wenn es andere auch tun.

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