Jörges fordert im TV: «Putin muss gestürzt werden durch einen Putsch in Moskau!»

Der frühere Stern-Chefredakteur Hans-Ulrich Jörges fordert im deutschen Fernsehen zum Putsch auf: «Putin muss gestürzt werden durch einen Putsch in Moskau!» Und niemand widerspricht ihm in der Sendung oder im späteren Programmverlauf. Die Moderation ordnet die Äußerung von Jörges auch nicht ein. Es sind ohnehin in der Talk-Show keine Gäste zugegen, die eine andere Perspektive vertreten. Vorbei sind die Zeiten des Internationalen Frühschoppen mit Werner Höfer in denen in Gesprächsrunden noch gestritten wurde und Gäste mit diversen Ansichten miteinander gerungen haben mit Argumenten.

1988 wurde die Sendung Internationales Frühschoppen vom WDR aus dem Programm genommen und Werner Höfer gecancelt, wie man heute sagen würde. Wegen eines Kommentars Höfers im 12-Uhr-Blatt vom 20. September 1943: „Wie unnachsichtig jedoch mit einem Künstler verfahren wird, der statt Glauben Zweifel, statt Zuversicht Verleumdung und statt Haltung Verzweiflung stiftet, ging aus einer Meldung der letzten Tage hervor, die von der strengen Bestrafung eines ehrvergessenen Künstlers berichtete. Es dürfte heute niemand Verständnis dafür haben, wenn einem Künstler, der fehlte, eher verziehen würde als dem letzten gestrauchelten Volksgenossen. Das Volk fordert vielmehr, daß gerade der Künstler mit seiner verfeinerten Sensibilität und seiner weithin wirkenden Autorität so ehrlich und tapfer seine Pflicht tut, wie jeder seiner unbekannten Kameraden aus anderen Gebieten der Arbeit. Denn gerade Prominenz verpflichtet!“

Ob dem prominenten Jörges die Aufforderung zum Putsch später mal auf die Füße fällt?

Journalist

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