Tobias Huch (FDP) im Porträt

Betrug und Fälschung in der Wissenschaft

Tobias Huch machte in der Vergangenheit mehrfach von sich Reden in den Medien. Der vorbestrafte Steuerhinterzieher teilte im Rahmen der Plagiats-Affäre um Karl-Theodor zu Guttenberg medienwirksam mit, dass er für Freunde an der Universität einige Hausarbeiten in Betriebswirtschafslehre geschrieben hatte („Hat pro Hausarbeit rund vier bis fünf Tage gedauert – kostenlos“), äußerte er sich stolz. Die FDP Mainz forderte daraufhin Huch zum Rücktritt auf, er kam dieser Aufforderung jedoch nicht nach.

Mindestens 800.000 Euro Steuern hinterzogen

Tobias Huch wurde im Jahre 2012 wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt. Die Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten wurde zur Bewährung ausgesetzt. Mit seinem Schweizer Unternehmen Cupido betrieb Huch Internetseiten mit Livesex und Pornofilmen. Zu Prozessbeginn behauptete Huch, er sei nur Berater der Firma und deren „kreativer Spinner“. Insgesamt hatte Huch ca. 800.000 € an Steuern hinterzogen, da er die zwischen 2004 und 2007 in Deutschland angefallene Umsatzsteuer nicht bezahlt hatte.

Wie Huch illegal zu Kudendaten von T-Mobile kam

  Der Anteil von Kriminellen im Dunstkreis von Tobias Huch scheint erschreckend hoch zu sein. So verwundert es auch nicht, dass Huch einmal zum stolzen Besitzer einer Kundenkartei von T-Mobile wurde. Huch äußerte gegenüber dem Spiegel, er sei im Jahr 2006 „zufällig und auf Umwegen“ in den Besitz großer Mengen an Kundendaten gelangt. In Wahrheit kaufte Huch die Daten vom schwerstkriminellen Matthias Mönch, welcher diese direkt bei T-Mobile gestohlen hatte. Mönch ist unter Strafermittlern einschlägig bekannt. Ende der 80er-Jahre musste der Frankfurter wegen Mordes an seinen Eltern für mehrere Jahre ins Gefängnis. Für Matthias Mönch war die Tat nur der Höhepunkt einer beispiellosen kriminellen Karriere, die am 12. Dezember 1987 mit dem Doppelmord im Schlafzimmer der Villa seiner Eltern begann. In jener Nacht zerstückelte ein 19 Jahre alter Türke mit einer Machete das Frankfurter Unternehmerpaar. Auftraggeber der Bluttat war der 18 Jahre alte Sohn Matthias. Die Todesschreie im Zimmer nebenan habe er als „geradezu wohlklingende Töne“ vernommen, wie er Jahre später notierte. Auch den Pudel der Familie ließ er niedermetzeln – offenbar aus Eifersucht, weil die Mutter den Hund angeblich mehr Zuneigung schenkte als dem eigenen Sohn. Tobias Huch kaufte die T-Mobile Kundendaten von Mönch in der Absicht, diese gewinnbringend für seine Pornogeschäfte zu verwenden. Ein Insider aus der Branche bestätige anonymousnews.ru gegenüber, dass Huch diese Daten damals nicht verwenden konnte, da es zurück zu verfolgen war, woher die Daten stammten. Da zu diesem Zeitpunkt die Behörden bereits gegen Mönch ermittelten, waren die Daten für Huch nutzlos, als er davon erfuhr. Also meldete er sich (wohl als ehrlicher Finder) pflichtbewusst bei T-Mobile, wo bereits bekannt war, dass die Daten gestohlen wurden. Im Jahre 2008 log Huch dann in einem Interview mit der linken TAZ frech und behauptete: „Ein Missbrauch der Daten kam aber für mich selbstverständlich nicht in Frage.“

Der kriminelle Daten-Dealer Matthias Mönch wurde im Jahre 2015 abermals verurteilt. Die Richter am Landgericht Potsdam sahen es als erwiesen an, dass Mönch der Drahtzieher hinter den illegalen Webseiten Pillendienst, Männerapotheke und Eds Apotheke war. Von 2008 bis 2011 hatten Mönch und mehrere Mitangeklagte der sogenannten Viagra-Bande demnach im großen Stil gefälschte Arzneimittel vertrieben und dabei mindestens 20 Millionen Euro erbeutet. Und mit diesem Mann stand Tobias Huch über Jahre hinweg in guten geschäftlichen Beziehungen.

Tobias Huch – Freigabe pornografischer Inhalte an Jugendliche

Huch hat sich in der Vergangenheit mehrfach für die Freigabe von pornografischen Inhalten an Jugendliche  stark gemacht. In einem Interview mit seinem Freund Claus Frickemeier gab er bei der Thematisierung der Gründung der Firma Cupido in der Schweiz zu Protokoll, dass er „von verfassungswidrigen Jugendschutzgesetzen frustriert war“ und ihm die Firmengründung in der Schweiz daher sehr gelegen kam.   Tobias Huch schreckte in seinem kriminellen Treiben auch nicht davor zurück, eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht einzureichen, die „das Verbot der Verbreitung sogenannter einfach pornografischer Darbietungen im Internet an Minderjährige“ aufweichen wollte. Da er dort scheiterte und die Verfassungsbeschwerde einfach abgelehnt wurde, wandte er sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Gina-Lisa Lohfink heimlich beim Sex gefilmt

Im Jahre 2008 erschien ein Amateurvideo, welches die ehemalige Teilnehmerin bei Germanys next Topmodel, Gina-Lisa Lohfink, beim Sex mit ihrem damaligen Partner zeigte. Tobias Huch vermarktete dieses Video skrupellos im Netz. Auf seiner Seite privateonly.com bot Huch den 23-minütigen Privatporno für 22 Euro zum Download an. Insgesamt soll das Video 10 Millionen Mal heruntergeladen worden sein. Insider aus der Branche sprechen von mehreren hunderttausend Downloads innerhalb der ersten Tage von Huchs Seite. Jeder kann sich selbst ausrechnen, wie viel Geld Tobias Huch sich durch diese Aktion ergaunerte. Die damals 21-jährige Blondine war 2008 auf ihren damaligen Freund Yüksel D. hereingefallen und hatte das Video mit ihm zusammen aufgenommen. Dieser hatte ihr zunächst noch das Versprechen abgerungen, niemandem von dem Video zu erzählen, um die Aufnahme dann einfach zu verkaufen und sie landete schließlich bei Tobias Huch. „Ich wusste nichts davon, ich dachte, das ist ein Privatporno und nur für uns zwei gedacht„, sagte Gina-Lisa Lohfink im Nachgang. Huch war das alles egal, er machte lieber ein dickes Geschäft auf Kosten der gutgläubigen Blondine.

Spendengelder für Kurdistan

Tobias Huch gibt sich auf Facebook als Saubermann und sammelt Spendengelder für Flüchtlinge in Kurdistan. Auf einer Spendenplattform kann man sein hart erarbeitetes Geld loswerden, womit dann Trinkwasserflaschen gekauft und nach Kurdistan geschickt werden sollen. Huch zeichnet für die Projektleitung in der BRD verantwortlich.

Der Politiker ist auch 1. Vorsitzender der Liberalen Flüchtlingshilfe e. V. Ob die Spender ihr Geld einem vorbestraften Steuerhinterzieher anvertrauen wollen, bleibt jedem selbst überlassen.

Gekaufte Erotik-Preise

Tobias Huch kaufte nicht nur T-Mobile-Datenbanken, sondern auch Auszeichnungen und Preise. 2007 wurde er mit dem Eroticline Award (mittlerweile Erotixxx Award) „für seinen Einsatz für die Branche“ ausgezeichnet. 2008 folgte eine weitere Auszeichnung. Huch erhielt den „Ehrenpreis für besondere Verdienste in der Zusammenführung Online / Offline“. Doch was Huch geflissentlich verschweigt, ist die Tatsache, dass der Preis seit einiger Zeit an den Hauptsponsor vergeben wird. Wie ein Brancheninsider weiß, tat sich Huch in den Jahren 2007 und 2008 als großer Geldgeber hervor und wurde dafür ausgezeichnet. Gekaufter Ruhm also, man hat wirklich nichts anderes erwartet

Fragwürdige Domains

Huch bediente sich auch schamlos an diversen Domains, um diese für seine geschäftlichen Zwecke zu missbrauchen. So sicherte er sich beispielsweiseadolfhitler.de oder auch josephgoebbels.de, um die Nutzer auf seine Pornoseiten umzuleiten und abzukassieren. Erst nachdem dies öffentlich wurde und Druck auf Huchs Firma Erodata ausgeübt wurde, beschloss er, die Seiten auf revisionistische Propagandaseiten umzuleiten. Huch sicherte sich auch die Domain siegheil.de, doch der der Domain-Registrierer Denic löschte diese Seite unverzüglich wieder. Als bekannt wurde, dass Huch die benannten Domains kommerziell für seine pornografischen Umtriebe verwenden wollte, versuchte er, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, indem er sich an diverse Regierungsstellen wandte und vorgab, die Domains „sinnvoll“ nutzen zu wollen. Doch dies nützte ihm nichts, denn man sagte ihm von Seiten der Regierung ab. Komisch, wo doch sonst alle vermeintlichen Projekte gegen „Rechts“ maximal unterstützt werden.

Waffenbeschaffung

Tobias Huch versucht bereits seit langer Zeit, sich eine Waffe zuzulegen. Unter anderem aufgrund seines (vorgespielten?) Engagements für die Kurden hätte er Morddrohungen vom Islamischen Staat erhalten, teilte er im Juni 2016 mit. Daher brauche er unbedingt eine Waffe, so seine Begründung. Huch beantragte aber bereits im Jahre 2014 einen Waffenschein. Die Waffenbehörde nahm routinemäßig Ermittlungen zur Person des kriminellen FDP-Politikers auf und fand in Huchs Vergangenheit einen Grund, die waffenrechtliche Erlaubnis zu verweigern. Es handelte sich um seine Vorstrafe wegen Steuerhinterziehung. Da er rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt wurde, war ihm der Wunsch nach einer Waffe nach dem Waffengesetz zu verwehren. Huch sah das natürlich anders. Die Regelung im Waffengesetz sei „eindeutig verfassungswidrig“.

Journalist

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