Documenta läßt Christo wiederauferstehen anstatt sich von Antisemitismus zu distanzieren

Ein neues Happening auf der Documenta, die Christo wiederauferstehen läßt: Die Verhüllung eines antisemitischen Bildes auf dem Friedrichsplatz.

Während der Verhüllung des Bildes stießen Künstler mit Sekt an und rekelten sich auf der Wiese in der Abendsonne. Hätte man sich als Documenta von dem Bild distanzieren wollen, hätte man es abhängen müssen! Weil das Bild stattdessen vor Ort gelassen und verhüllt wurde, wurde es zu einer neuen Kunstaktion ohne Distanzierung von seinem antisemitischen Inhalt. Die Documenta wurde durch dieses Happening von einer Kunstausstellung zu einem Jux (den der Bund zur Freude aller Beteiligten hoch subventioniert).

Durch die Verhüllung geschieht eine weitere Ästhetisierung des antisemitischen Wandbilds des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi. Das verhüllte Werk wurde zum Märtyrer und neuen Hauptattraktion der Documenta. Noch weit nach Sonnenuntergang versammelten sich Schaulustige vor dem Gerüst und gafften auf den verhüllten Antisemitismus.

Während der Verhüllung wurde versucht, kritische Nachfragen zum Thema Antisemitismus zu unterbinden. Die vor Ort anwesenden Künstler wollten sich nicht äußern.

Journalist

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