
Martin Lejeune
- Journalist seit 2007: Interview mit Israels Ex-Generalstaatsanwalt über die Organisation des Holocaust
- Während des arabischen Frühlings Reporter in Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien, Jemen und Bahrain
- Von Juli bis Oktober 2021 Korrespondent von der Flut im Ahrtal
- Im Februar 2023 Berichterstatter von den Erdbeben in der Türkei
Am beliebtesten:
Werdegang
Sie haben vielleicht schon einmal ein Video von mir gesehen, auf einer Social Media- oder Streaming-Plattform oder im Fernsehen, zumindest wenn Sie sich für Demonstrationen und andere Polizeieinsätze interessieren. Einige meiner Videos veröffentliche ich seit 2011 auf meinem YouTube-Kanal. Viele Aufnahmen von mir sind bereits im ZDF gezeigt worden, zum Beispiel in den Sendungen von Markus Lanz und Jan Böhmermann. Ich wurde auch schon in den Tagesthemen interviewt zu Querdenken und einmal in der Tagesschau zum NSU-Prozeß.
2014 war ich live für BBC World News, aber auch für Deutschlandfunk und taz – die tageszeitung in Gaza und wurde dort schwer traumatisiert während ständiger Explosionen in meiner Nähe und Hinrichtungen in den Straßen vor meinen Augen. Das Ausmaß meiner Traumatisierung ist mir erst viel zu spät bewußt geworden. Ich wurde wegen meiner Berichte aus Gaza 2014 sehr stark verunglimpft und gecancelt.
Das hat mir in dem Zustand der schweren Traumatisierung nicht geholfen. Als ich immer mehr ausgegrenzt wurde vom Mainstream, wandte ich mich von 2014 bis 2017 den radikalen Kräften zu, die mich sehr herzlich aufnahmen. Ich konnte nicht mehr für BBC und Deutschlandfunk arbeiten, dafür aber für Al Jazeera in Doha und für TRT in Istanbul.
Doha und Istanbul sind Zentren der HAMAS-Kader und anderer Zweige der Muslimbruderschaft. Die konnte ich auch persönlich treffen und interviewen, zum Beispiel habe ich den damaligen HAMAS-Chef Mahmud az-Zahar getroffen, aber auch Majed Al-Zeer, den Hamas-Führer in Europa, habe ich mehrmals getroffen. Ich war auch an Bord von zwei Flotillas nach Gaza, einmal von Griechenland und einmal von der Türkei aus.
Ich habe auch Raed Salah interviewt, dem Anführer der islamistischen Fanatiker in Israel, der schon oft im Gefängnis saß. Und ich inerviwte Tawakkol Karman am Rande eines Schlachtfelds im Jemen. Karman steht der Muslimbruderschaft nahe und führte die islamische Revolution an gegen Ali Abdullah Salih. Der befahl der Luftwaffe des Jemens den Campus zu bombardieren, wo ich mit Karman nach dem Bombardement getroffen habe. Das Interview haben mehrere Zeitungen gedruckt, zum Beispiel Der Standard in Wien und die Fotos von dem Treffen hat die Deutsche Presse-Agentur abgekauft. Die Fotos waren ziemlich begehrt, weil ich das erste Interview mit ihr führte, als bekannt wurde, daß sie den Friedensnobelpreis bekommt.
Ich war aber gar nicht wegen Karman im Jemen, sondern weil ich die Houthis begleitet habe. Ich war sogar in Saʿda, der Houthi-Hochburg in der nähe der saudi-arabischen Grenzen. Bei der Gelegenheit bin ich auch nach Mekka und Median gepilgert und noch ein bißchen in beeindruckende Architektur in Jeddah fotografiert. War alles nicht weg von einander.
Darüber hinaus habe ich den ganzen arabischen Frühling mitgemacht, von Mubaraks Sturz in Ägpten über Ben Alis Flucht aus Tunesien bis zu Ghadafis Ermordung in Benghazi. Danach bin ich direkt weiter zu den Aufständen in Bahrain und bin quer durch Syrien gereist, allerdings auf Seiten der Truppen von Baschar al-Assad und der Hisbullah, weil ich mich doch nicht so gerne in die Hände des Islamischen Staates (IS) begeben wollte. Ich war auch bei der PKK in der Türkei und bei ihrem syrischen Ableger, der PYD in Qamischli, und war mit Kämpfern der YPG und YPJ unterwegs, die, übrigens gemeinsam mit den USA und mit den Truppen von Baschar al-Assad, gegen den IS kämpften.
Auf der Rückreise war ich im Irak bei jezidischen Flüchtlingen. Und ich war zufällig in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 auf dem Attatürk Flughafen in Istanbul während dort ein Putschversuch geschah und Erdogan auf dem Flughafen landete. Ich blieb dann länger als geplant in der Türkei und wurde sofort zum Medienstar, weil es einfach keinen anderen Deutschen in den Augen der Türken gab, der vor Ort sichtbar Anteil nahm an den Hunderten Todesopfern des Putscherversuches. Ständig haben mich Minister eingeladen zum Teetrinken, weil sie mich kennenlernen wollten, den Deutschen, der beim Putscherversuch dabei war. Ich habe noch immer die Visitenkarten und Handynummern von vielen Ministern, die 2016 im Amt waren, einige von ihnen sind auch heute noch in hohen Funktionen.
Erdogans Partei, die AKP, hat mich eingeladen, auf der Bühne einer Demonstration zu sprechen vor Zehntausenden Menschen in Köln, die sehr wütend darüber waren, daß das Bundesverfassungsgericht Erdogan verboten hatte, auf dieser Demo eine Rede zu halten. Meine Rede wurde dann live im türkischen Fernsehen übertragen und ich wurde von Erdogans Regierung nach Ankara eingeladen. Ich habe dann längere Zeit in der Türkei für türkische Medien gearbeitet und es war auch hochspannend, weil es so sehr kriselte zwischen Merkel und Erdogan.
Als Merkel in Ankara war, habe ich von Erdogans Berater, mit dem ich zuvor zusammen in einer Fernsehsendung aufgetreten war, eine Akkreditierung bekommen für Merkels Staatsbesuch in Ankara. Zu der Zeit war. Ich habe mich auf jeden Fall wertgeschätzt gefühlt in der Türkei im Gegensatz zu Deutschland, wo ich völlig im Abseits war seit meiner Berichterstattung aus Gaza in 2014.
In der Türkei haben sich alle für meine Erlebnisse in Gaza interessiert und wollten mehr zur Zeit an Bord der Flotilla wissen. Weil ich mich so sehr von Deutschland verstoßen fühlte, was mich auch kränkte und mir das Gefühl gab, ich sei von den deutschen Mainstream-Medien ungerecht behandelt worden- und weil ich in der Türkei in den Hauptnachrichten der größten Sender berichten durfte, habe ich mich dazu hinreissen lassen, völlig unkritisch über die Verfolgung von Oppositionellen und die schwere Mißhandlung und Folter der poltisischen Gegangengenen hinwegzusehen und Erdogans Türkei zu verherrlichen.
Für meinen Pro-Erdogan-Journalismus in der Türkei erntete ich heftige Reaktionen als ich wieder zurück in Deutschland war, denn zu der Zeit war das Referendum in der Türkei und niemanden ließ dieses Thema kalt. Ich war so nah dran auf der Straße bei den Auseinandersetzungen zwischen PKK- und AKP-Anhängern, daß ich auch selber verletzt wurde und mich auch immer mehr die Seit von Erdogans Anhängern ergriffen habe in diesem brutalen Konflikt. Es ging mir auch seelisch schlecht, weil ich mich in so einem extremen Umfeld bewegt habe, in dem Hass und Hetze gegen Kurden und Juden und gegen alles Westliche gang und gäbe war. Es ging mir Anfang 2018 so schlecht, daß ich nicht mehr in dieser Szene bleiben konnte und habe mich dann völlig gelöst von diesem Umfeld.
Heute berichte ich mehr dokumentarisch und versuche mehr die Bilder einzufangen, die mich interessieren und dadurch eine Geschichte zu erzählen. Das politisch Radikale reizt mich nicht mehr so sehr, aber wenn ein Thema so groß ist, wie der HAMAS-Terror gegen Israel am 7. Oktober 2023, dann filme ich auch wieder auf Demos der HAMAS und der PFLP in Berlin, wo ich sogar noch Ende 2023 den europäischen HAMAS-Chef Majed Al-Zeer auf einer verbotenen Versammlung auf dem Potsdamer Platz wiedergetroffen habe, mit dem ich früher öfters mal bei Veranstaltungen war. Übrigens ist Majed Al-Zeer gerade untergetaucht, weil mit einem europäischen Haftbefehl nach ihm gefahndet wird.
Inzwischen hat Deutschland auch die Hisbullah verboten und nach dem 7. Oktober 2023 auch die HAMAS. Trotz Verbot leben die vielen Anhänger de HAMAS, die ich im Laufe der letzten Jahre kennengelernt habe, unter uns, mit uns in Berlin, denn die Menschen bleiben ja hier, auch wenn ihre Organisation verboten wird. Das trifft auf die Mitglieder der PKK genauso zu. Und die vermehrten Festnahmen von HAMAS-Terroristen in Berlin, die für Anschläge in Deutschland Waffen geschmuggelt haben, zeigt, wie wichtig das Thema bleibt. Daher will ich als Journalist, der einige Einblicke in diese Kreise erhalten hat, an dem Thema dran bleiben.
Hier nun ziemlich trocken einige Stationen meiner journalistischen Karriere:
Zeitraum: 2016 – 2017
Medium: The Diplomatic Observer Newspaper, Ankara
Position: Autor politischer Analysen (die Hefte mit meinen Berichten sind in meinem Archiv)
Zeitraum: 2016 – 2018
Medium: Al Jazeera, Doha
Position: Kommentator in Berlin
Zeitraum: 2007 – 2014
Medium: Neues Deutschland, Berlin
Position: Freier Mitarbeiter u. a. im Ressort Inland (unter Ressortleiter Uwe Kalbe)
Es war aber nicht alles schlimm, was ich als Journalist getan habe. Daher möchte ich noch ganz kurz auf einige Recherchen von mir hinweisen, durch die das rechtsextreme Hetzblatt COMPACT seine Konten verloren hat – und durch die ein selbsternannter König von Deutschland sein gut laufendes illegales Reichsbürger-Restaurant verlor, mit dem viel Geld steuerfrei verdient wurde, gerade in Pandemiezeiten, in denen dort viele Querdenker einkehrten.
- Zu meiner Recherche über die Kündigungen der COMPACT-Konten
Am 13.02.2024 enthüllte ich, daß COMPACT seine Konten bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) Potsdam für das Sammeln von Geld für die AfD mißbrauchte: https://x.com/Martin_Lejeune/status/1757306148133249384
Der Rechtsanwalt, der später die Sparkasse gegen COMPACT vor dem Landgericht in Potsdam vertrat, sagte in der mündlichen Verhandlung, daß meine Recherche zu den mutmaßlich illegalen AfD-Wahlkampfspenden die Sparkasse zur fristlosen Kündigung aller COMPACT-Konten veranlasste.
Die Kontenkündigungen habe ich aber erst am 05.03. enthüllt, nachdem mir eine Potsdamer Gerichtssprecherin das entsprechende Verfahren bestätigte: https://x.com/Martin_Lejeune/status/1765259196390318532 – Ich wollte nicht, daß COMPACT vor Gericht mit Vorwürfen über die Verletzung des Bankgeheimnisses punkten kann.
- Zusammenarbeit von Querdenken und „Königreich Deutschland“
Am 15.11.2020 trafen sich Michael Ballweg und Peter Fitzek mit 100 Personen (unter ihnen drei „Polizisten im Widerstand“, die sich später der Reuß-Gruppe anschlossen) in einem Reichsbürger-Restaurant in Saalfeld, um die Zusammenarbeit von Querdenken und dem „Königreich Deutschland“ zu besprechen. Ich zeichnete das Treffen mit meinem Handy auf und die Polizei gab mir als erstem dazu einen O-Ton, den ich am 16.11. veröffentlichte: https://youtu.be/Pl6_R8Butnw. Ich schickte Olaf Sundermeyer meinen Mitschnitt, der mich für die Tagesthemen mit Ingo Zamperoni am 02.12. um 22:15 Uhr interviewte.
- Illegales Reichsbürger-Restaurant geschlossen
Ich habe nochmals 2021 im Reichsbürger-Restaurant in Saalfeld gegessen und die Rechnung wies erneut keine Umsatzsteuer aus. Meine Presseanfrage beim Landesamt ergab: das Restaurant hat seit 2019 keine Genehmigung. Das sagte ich der OTZ, deren Artikel zur Schließung des illegalen Reichsbürger-Restaurants führte. OTZ-Redakteur Guido Berg hat dann die Geschichte meiner Recherche aufgeschrieben, und die Veröffentlichung führte zur Razzia und Schließung des Restaurants: https://www.otz.de/lokales/saalfeld-rudolstadt/article401509899/hacienda-mexicana-in-saalfeld-theoretisch-nicht-existent.html
- Angriff auf Christian Lindners Auto
Mein Video vom Angriff auf Christian Lindners Auto bei der Bauerndemo am Brandenburger Tor ging viral, obwohl Lindner außer einem kleinen Schrecken vielleicht nichts passiert ist in seiner geschützten Karosserie. Aber es war ein großer Aufreger und ich war mal wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort (leider nicht immer).
- Geplante Lauterbach-Entführung („Operation Klabautermann“)
Am 14.04.2022, als die Festnahmen der „Vereinten Patrioten“ bekannt gegeben wurde, gab mir der Chef der BAO Collector in Mainz ein Exklusiv-Interview mit spannenden Details zum Fall: https://youtu.be/EjHAb35hYIk
Jetzt ein kurzer Zeitsprung, weil diese Aufstellung noch nicht chronologisch geordnet ist:
17.09.2018 Ich berichtete über die Ausschreitungen in Köthen und Chemnitz.
https://www.martinlejeune.de/koethen/
20.02.2020
Ich berichte in mehreren Videos über den rechten Terroranschlag in Hanau, z. B., wie erfolgreich sich Flüchtlinge in Deutschland integrierten, z. B. ab Minute 0:34
https://www.presstv.ir/Detail/2020/02/21/619155/Far-right-Terror-Attack-Germany-Muslim-Community
20.02.2020
Ich warnte vor einer Welle des rechten Terrors und sah Tobias Rathjen aus Hanau in einer Reihe mit David Sonboly aus München, Stephan Ernst aus Kassel und Stephan Balliet aus Halle an der Saale. Diese Terroristen verbindet ein Weltbild, daß durch juden- und ausländerfeindliche Verschwörungstheorien geprägt ist und eine rechtsextremistische Motivation, die im Falle von Sonboly aus München von den Ermittlern bestritten wurde, obwohl sie klar erkennbar war, allein schon aufgrund der gezielten Auswahl seiner vielen Todesopfer, mit denen er sich verabredet hatte, um sie niederzumetzeln. Seine Opfer hatten eins gemeinsam: sie hatten einen Migrationshintergrund.
28.03.2020
Mein erster Bericht über eine «Hygienedemo», auf der u.a. «junge Welt»-Redakteurin Claudia Wangerin, «taz»-Autor Anselm Lenz, «nd»-Reporter Peter Nowak und Thomas Moser, der die Verbrechen der rechtsextremistischen Terrororganisation «NSU» aufdeckte, auftraten. Rechtsextremisten traten auf dieser Demo nicht auf und wären von mir auch nicht geduldet worden.
https://www.martinlejeune.de/polizei-stoppt-grundgesetzverteilung/
03.04.2020
Ich war auch im Lockdown auf der Straße unterwegs. Ein großer Aufreger wurde ein Freitagsgebet, das ich gedreht hatte. Ich wählte die Mosche von Imam Mohamed Taha Sabri. Das Video ist weltweit viral gegangen. Vielleicht weil die Leute nichts anderes zu tun hatten als Videos zu schauen.
18.04.2020
Ich forderte die «Hygienedemo»-Organisatoren «Die Rote Fahen» und die «Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand» («KDW») auf: «Distanziert euch von Rechten!»
https://www.martinlejeune.de/distanziert-euch-von-rechten
18.04.2020
Seit dem 18.04.2020 führe ich regelmäßig Interviews mit Polizeibeamten u.a. über das Geschehen auf «Querdenken»-Demonstrationen.
19.04.2020
Auf meinem Kanälen in den sozialen Netzwerken, forderte ich die «Hygienedemo»-Organisatoren «Die Rote Fahen» und die «Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand» («KDW») nachdrücklich auf: «An Die Rote Fahne, an die Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand und an den Kollegen Anselm Lenz: Distanziert euch von den Rechten!»
23.04.2020
Ich berichtete, wie die «Hygienedemo»-Organisatoren viel zu lange Antisemiten und Antikommunisten auf ihren Demos tolerierten und sich erst von den Antisemiten und Antikommunisten distanzierten, nachdem ich Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp mehrfach dazu aufgefordert habe.
25.04.2020
Ich stelle den Rechtsextremisten und NPD-Sympathisanten Nikolai Nerling auf dem Rosa-Luxemburg-Platz zu Rede und dokumentiere, wie er zu Recht von den Polizeibeamten festgenommen wird. Nazis raus aus unserem Kiez!
26.04.2020
Ich spreche mit Musliminnen für Menschenrechte, Toleranz, Freiheit bei einer Demonstration gegen Rechts in Berlin am 26.04.2020.
27.04.2020
Ein junger Mann engagiert sich für Zusammenhalt und Dialog in Berlin.
01.05.2020
1. Mai Nazifrei! Ich demonstrierte in Berlin für einen rücksichtsvollen Umgang miteinander während der Pandemie. Auf meinen Kanälen dokumentierte ich mein antifaschistisches Engagement am Tag der Arbeit, den Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne frei von Rechtsextremisten und anderen Antisemiten zu halten.
02.05.2020
Während des Lockdowns drehte ich wieder auf dem Rosa-Luxemburg-Platz wo sich ganz unterschiedliche Menschen versammelt hatten, aber auch schon die ersten Rechtsextremisten, die jedoch noch deutlich in der Minderheit waren.
09.05.2020
Ich berichtete, wie Hooligans am Rande von «Hygienedemos» Polizeibeamte angreifen und verletzten sowie die Mitarbeitenden eines ZDF-Teams attackierten und schwer verletzten.
https://www.martinlejeune.de/samstag-demotag
09.05.2020
Ich stellte Hendrik Sodenkamp, Chef-Ideologe, Herausgeber und Verleger des «Demokratischen Widerstands» («DW») zur Rede wegen den Rechten auf seinen «Hygienedemos».
16.05.2020
Ich freue mich sehr, daß der proisraelische Künstler Oliver Pocher am Rande einer Demonstration des Antisemiten Attila Hildman klar Stellung bezieht für Urlaub in Israel. Ich wollte 2020 auch in Israel Urlaub machen und hatte auch schon einen Flug nach Tel Aviv gefunden, doch dann kam der Lockdown dazwischen.
16.05.2020
Der russischen Anarchist Ilia Ryvkin, der von Putin politisch verfolgt wird und im Berliner Exil lebt, war auch von einer Demo an der Volksbühne, die sich ja auch schwer tat am Anfang, sich zu positionieren. Ryvkin kritisierte im Interview Attila Hildmann und Anselm Lenz, die in diesem Frühjahr auf den gleichen Demos waren. Ich kenne Attila schon viele Jahre, weil ich mit ihm zusammen mit Personalrat der Freien Universität Berlin saß. Da haben wir abends gemeinsam gekocht, das kann er wirklich gut. Und ich bestaunte seinen weißen Porsche.
16.05.2020
Ich habe Lydia Dykier interviewt, die mit sehr deutlichen Worten Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp kritisiert hat.
17.05.2020
Am 17. Mai filmte ich auf einer Demo vor dem antifaschistischen Zentrum New Yorck auf dem Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg gegen die Vereinnahmung des Rosa-Luxemburg-Platzes durch Querdenker, Antisemiten, Faschisten und die Neue Rechte.
23.05.2020
Wieder Demos in Berlin gegen den Lockdown, aber diesmal sind schon deutlich mehr NPD-Kader, Reichsbürger, Q-Anon-Anhänger und AfDler unterwegs.
06.06.2020
Während ich von der «Black Lives Matter» auf dem Alexanderplatz berichte, erfuhr ich von dem Rechtsanwalt Florian Daniel, der zu dieser Zeit viele Verwaltungsgerichtsverfahren in Berlin und Hamburg im Auftrag der Querdenker führte, daß der Holocaust-Leugner Nikolai Nerling auf der Bühne sprechen wird bei einer Demonstration gegen den Lockdown, die maßgeblich von den Mitglieder der Redaktion von Agambens Zeitschrift «Demokratischen Widerstand» organisiert und beworben wurde. Daraufhin bin ich zur Siegessäule gefahren und habe Anne Höhne, leitende Redakteurin des «Demokratischen Widerstands» damit konfrontiert. Ich habe sie im Live-Interview auf YouTube gefragt, ob sie sich sofort auf der Bühne von Nerling zu distanzieren werde. Anne Höhne hat das dann auch getan vor einer ziemlich großen Menschenmenge an der Siegessäule. Nach ihrer Rede, für die sie auch viele Buhrufe und Beschimpfungen erntete, habe ich sie noch einmal interviewt zu den Reaktionen. Sie musste dann im Taxi vor der aufgebrachten Meute flüchten, weil es sich hochschaukelte. Zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung eigentlich schon gekippt Richtung Rechtsextrem auf den Demos gegen den Lockdown im Regierungsviertel.
Scharfmacher wie mein früherer Kommilitone Attila Hildmann übernahmen das Ruder, Nerling bekam die größten Bühnen seines Lebens, von denen ein Holocaust-Leugner in Deutschland bis dahin nicht zu träumen gewagt hatte. Das ganze wurde medial angeheizt von Lenz und Sodenkamp, die einen neuen „Stürmer“ unter die Leute brachten, in Millionenauflage, finanziert durch einen bayerischen Immobilienmogul, der gerade einen rechten Fernsehsender gründete und bis dieser auf Sendung ging über den Demokratischen Widerstand seinen Einfluß ausüben wollte. Ich habe mich mit Bernhard Felsner einmal in seinem Berliner Büro in Charlottenburg hingesetzt und ihm gesagt, wie schlimm die Zeitung von Lenz und Sodenkamp geworden ist. Und ich habe ihm gesagt, daß ich es nicht fassen kann, daß er so ein Schundblatt finanziert. Aber Felsner wollte sich nicht davon abbringen lassen, den Demokratischen Widerstand weiterhin zu unterstützen und hielt Lenz und Sodenkamp die Treue.
Ich habe Anne Höhne auch gefragt, wie sie das noch mit sich vereinbaren kann, den Demokratischen Widerstand auf den Demo zu verteilen, auf der ein Holocaust-Leugner und Rechtsextremist wie Nerling spricht.
Immerhin konnte ich Anne Höhne im Sommer 2020 aus dieser Szene heraus lösen und gründete mit ihr den YouTube-Kanal „Anni und Martin“. Inzwischen sind Lenz und Sodenkamp ganz tief in die rechtsextremistische Szene eingetaucht und machen gemeinsame Sache mit Ken Jebsen, der zur Wahl der AfD aufruft und Kuschelische Interviews mit Martin Sellner macht, in denen sich sich gegenseitig anhimmeln.
11.06.2020
Ich rezensierte ein Buch linker Kritiker der Maßnahmenpolitik der Regierung, insbesondere den hervorragenden Beitrag der Autorin Rebecca Niazi-Shahabi, die bei Rowohlt und Piper publiziert.
https://www.martinlejeune.de/hervorragend-corona-und-die-demokratie-eine-linke-kritik
11.06.2020
Ich deckte in einem aufwendig recherchierten Faktenchek einige der schlimmsten Lügen in Agambens Zeitschrift «Demokratischer Widerstand» («DW») auf:
https://www.martinlejeune.de/giorgio-agambens-demokratischer-widerstand-im-faktencheck/
18.06.2020
Ich recherchierte den ganzen Sommer vor Ort auf den Demos, wie Nazis die Proteste gegen die Einschränkungen der Grundrechte unterwanderten. Ich enthüllte in der Pandemie schnell wachsende Querfront-Strukturen, die Verbrüderung von Nazis und Kommunisten, die in Berlin die Proteste von «Querdenken» und «KDW» in Berlin beeinflussen und steuern wollten.
https://www.martinlejeune.de/antifa-enthuellt-querfront-strukturen
20.06.2020
Ich habe Lydia Dykier, eine der führenden Intellektuellen des Kunst- und Kulturbetriebs der Bundeshauptstadt Berlin gebeten, Querdenken und Demokratischen Widerstand zu kritisieren.
31.07.2020
Ich forderte in einem Essay, es brauche eine linke Kritik der Maßnahmen gegen Corona. Ich zitierte in meinem Denkanstoß auch die linken Intellektuellen Gerald Grüneklee, Clemens Heni und Peter Nowak («Jungle World»).
https://www.martinlejeune.de/es-braucht-linke-kritik
08.08.2020
Ich informierte den Versammlungsleiter des «Querdenken»-Protestcamps vor Ort auf der Wiese am Bundeskanzleramt in Berlin über die Anwesenheit von zwei Rechtsextremisten in seinem Camp.
08.08.2020
Ich informiert auch den stellvertretenden Versammlungsleiter des «Querdenken»-Protestcamps über die zwei Rechtsextremisten im «Querdenken»-Protestcamp vor dem Bundeskanzleramt.
21.08.2020
Es ist mir ein Anliegen, auch türkische und muslimische Menschen zu Wort kommen zu lassen, die für ein friedliches Miteinander auf die Straße gehen.
29.08.2020
Ich finde es wichtig, auch die türkischen und muslimischen Schwestern auf den Querdenken-Demos zu Wort kommen zu lassen.
29.08.2020
Auf der zweiten Großdemonstration von Michael Ballweg (Querdenken711) in Berlin haben Anne Höhne und ich unser Bedauern öffentlich zum Ausdruck gebracht, daß so viele Nazis und Nazi-Fahnen auf der Demo zu sehen seien:
31.08.2020
Völkerverständigung und gelebte Multikulturalität dienen dem gemeinsamen Respekt voreinander und einem friedlichen Miteinander der Kulturen, Ethnien und Konfessionen.
30.09.2020
Ich interviewte den angesehenen Berliner Unternehmer Jörg Woltmann, Bankier der Beamten, der die «Querdenken»-Bewegung scharf kritisiert.
15.11.2020
Ich enthüllte als Erster (!) das Treffen von Michael Ballweg mit Peter Fitzek vor hundert führenden «Querdenkern» in Saalfeld.
https://www.martinlejeune.de/wir-querdenker
Auch auf meinen Konten in den sozialen Netzwerken stelle ich klar, daß ich mit «Reichsbürgern» nichts zu tun haben will:
02.12.2020
Ich enthüllte im Gespräch mit mit Olaf Sundermeyer für die Tagesthemen der ARD weitere Details über das Treffen von Ballweg mit Fitzek.
31.01.2021
Ich berichtete, wie die «Querdenken»-Führung die Bauernproteste instrumentalisieren will und wie sich Bauernführer Alf Schmidt gegen die «Querdenker» positioniert.
06.02.2021
Ich berichtete, wie die «Querdenken»-Führung weiterhin versucht, die Bauernproteste zu kapern und wie sich Bauernführer Alf Schmidt nach wie vor dagegen verwehrt.
19.04.2021
Ich zeige, wie eine meiner muslimischen Schwestern während des Heiligen Monats Ramadan auf einer Querdenker-Demo in Berlin betet.
04.08.2021
Ich enthüllte weitere Details über die Kooperation von Michael Ballweg mit Peter Fitzek.
https://www.martinlejeune.de/ballweg-schiesst-quer/
22.09.2021
Ich trauerte um das 20-jährige Mordopfer eines mutmaßlichen «Querdenkers» in Idar-Oberstein und entzündet am Tatort eine Kerze im Gedenken an das erste Mordopfer der fanatischen Maskengegner und Maßnahmenverweigerer. Wie sich später herausstellte, gingen einige von denen, die ich zwei Jahre lang persönlich begleitete, in den bewaffneten Untergrund, schloßen sich Reichsbürger-Terrorgruppen an, wollten Karl Lauterbach entführen, den Bundestag stürmen und planten einen gewaltsamen Umsturz, um wieder die Monarchie einzuführen.
08.10.2021
Am Tag des Gedenkens des 20-jährigen Mordopfers in Idar-Oberstein distanziere ich mich öffentlich von der Führung der «Querdenker», die sich nicht von Rechts distanzierten, Verschwörungsnarrative verbreiten, nichts gegen die Radikalisierung ihrer Anhänger tun und somit den Nährboden für gewaltbereite Maßnahmengegner bereitete. Im Gespräch mit Lars Wienand auf t-online bekenne ich mich auch zur Impfung als Lösung für die Probleme der Pandemie
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_90925486/-querdenken-martin-lejeune-rechnet-mit-fuehrung-ab-stand-an-einer-zaesur-.html
07.08.2020
Ich berichte von der Räumung der Kneipe Syndikat, die in der linken Szene sehr beliebt war
09.09.2020
Ich berichte vom Gedenken an Enver Şimşek, einem Opfer des rechten NSU-Terror
08.03.2021
Ich berichte von der Demonstration eines linken Bündnisses für den Internationalen Frauentag
15.04.2021
Ich berichtet nach der Bundesverfassungsgerichtsentscheidung von der Mietendeckel-Demonstration eines linken Bündnisses in Berlin-Kreuzberg.
06.05.2021
Ich berichte von der Demo gegen Polizeigewalt gegen linke Demonstranten in Kolumbien
09.05.2021
Ich berichte vom Gedenken zum Tag der Befreiung vom Faschismus
Ich interviewe regelmäßig Mitgliedern demokratischer Parteien. Nachfolgend nur einige wenige Beispiele:
DIE LINKE
Ralph Lenkert, Mitglied des Deutschen Bundestages
Hakan Taş, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Anne Spiegel, stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und designierte Bundesfamilienministerin im Kabinett von Olaf Scholz (SPD).
Robert Habeck, Bundesvorsitzender
SPD
Franziska Giffey, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, designierte Regierende Bürgermeisterin von Berlin und Vorsitzende des Berliner Landesverbands der SPD
Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz
Lars Klingbeil, Generalsekretär
FDP
Karlheinz Busen, Mitglied des Deutschen Bundestages:
Gero Hocker, Mitglied des Deutschen Bundestages
Carina Konrad, Mitglied des Deutschen Bundestages
Dr. Marcel Klinge, Mitglied des Deutschen Bundestages
CDU
Kai Whittaker, Mitglied des Deutschen Bundestages:
Julia Klöckner, Landwirtschaftsministerin des Bundes
Stephan Albani, Mitglied des Deutschen Bundestages
Hermann Färber, Mitglied des Deutschen Bundestages
Alois Gerig, Mitglied des Deutschen Bundestages
Mechthild Heil, Mitglied des Deutschen Bundestages
Horst Gies, Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz
Hubertus Kunz, Bürgermeister von Mayschoß
Rüdiger Fuhrmann, Bürgermeister von Altenahr
CSU
Paul Alois Lehrieder, Mitglied des Deutschen Bundestages
FREIE WÄHLER
Joachim Streit, Fraktionsvorsitzender im Landtag von Rheinland-Pfalz
Ich habe versucht die ganzen Links zu den Videos hier zu posten, aber die Seite wird zu voll und geht dann nicht mehr. Bei Interesse einfach googeln und dann findet man jedes Video von mir zu den Daten. Falls mal etwas nicht gefunden wird, schicke ich gern den Link per E-Mail.
Das sind meine Internetseiten und Social Media-Konten:
https://bsky.app/profile/martinlejeune.bsky.social
https://www.facebook.com/LejeuneTV
https://www.flickr.com/photos/LejeuneMartin/albums
https://www.instagram.com/martin.lejeune/
https://de.linkedin.com/in/lejeunemartin
https://www.paypal.com/paypalme/MartinLejeuneBerlin
https://www.tiktok.com/@MartinLejeune
https://www.threads.com/@martin.lejeune
https://www.tumblr.com/martin-lejeune
https://www.twitch.tv/martinlejeune

