Giorgio Agambens «Demokratischer Widerstand» berichtet falsch über COVID-Schutzimpfung

Die Zeitung «Demokratischer Widerstand» von Giorgio Agamben verbreitet regelmäßig Falschbehauptungen über die Impfung gegen COVID-19.

Kleineer Faktencheck zu den drei häufigsten vom «Demokratischen Widerstand» verbreiteten Falschbehauptungen über die Coronaimpfung.

1. Zerstören die mRNA-Impfungen das Immunsystem?

Nein. Die mRNA-Impfungen führen zu einer gewünschten Immunantwort. Kommt es zu einer Coronavirus-Infektion, ist das Immunsystem vorbereitet. Ohne Impfung ist die Hospitalisierung aufgrund einer COVID-19-Erkrankung 5,8 x wahrscheinlicher als mit Impfung. Unter den 56,08 Millionen vollständig Geimpften über 18 Jahren gibt es 4.823 Hospitalisierte mit COVID-19-Erkrankung über 18 Jahren, unter den 13,33 Mio. Ungeimpften über 18 Jahren gibt es hingegen 6.635 Hospitalisierte mit COVID-19-Erkrankung über 18 Jahren (Quelle: Daten hospitalisierter COVID-19-Fälle mit Angabe zum Impfstatus in Deutschland in den Kalenderwochen 46-49/15. November bis 12. Dezember 2021).

2. Ist die mRNA-COVID-19-Impfung eine Gentherapie?

Nein. Die mRNA-COVID-19-Impfung ist keine Gentherapie. Bei der Impfung nimmt man von dem Virus einzelne Teile der genetischen Informationen, um eine Immunantwort zu bekommen, damit sich Gedächtniszellen bilden. Daher wird das Virus schlechter erkannt, wenn es sich verändert. «Es wird ein Protein produziert, das Antikörper hervorruft. Aber die Wirkstoffe greifen nicht in einen Zellprozess ein, sie verändern die DNA nicht», erklärt Dr. med. Birgitt Mergen, Amtsärztin in Rosenheim, die Falschbehauptung.

3. Besteht ein Risiko für eine erhöhte Sterblichkeit für von der EMA zugelassene COVID-19-Impfstoffe? 

Nein. Das Paul-Ehrlich-Institut schreibt in einem Sicherheitsbericht vom 23. Dezember 2021: «Ein Vergleich der Anzahl der gemeldeten Todesfälle im Abstand von einem Tag bis sechs Wochen nach einer COVID-19-Impfung mit der im gleichen Zeitraum statistisch zufällig zu erwartenden Anzahl der Todesfälle (Daten des Statistischen Bundesamtes) ergab für keinen der vier bisher in Deutschland eingesetzten COVID-19-Impfstoffe ein Risikosignal. Dies gilt für die Booster-Impfung und für plötzliche, unerwartete Todesfälle. Da nicht in allen Meldungen der Abstand zwischen Impfung und ersten Symptomen bzw. der Todeszeitpunkt mitgeteilt wurde, wurde eine weitere Analyse unter der Annahme durchgeführt, dass alle Todesfälle, auch solche mit unbekanntem oder sehr langem Abstand nach Impfung in einem 30-Tage-Zeitfenster stattgefunden hätten. Auch hier zeigte sich kein Risikosignal für eine erhöhte Sterblichkeit für alle vier Impfstoffe mit einem Standardisierten Morbiditätsverhältnis (Standardized Morbidity Ratio, SMR) deutlich unter 1 (SMRs zwischen 0,007-0,022).»

Journalist

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