Flutopfer im Ahrtal alleingelassen: Verantwortliche Ministerin urlaubte während Flutkatastrophe 4 Wochen in Frankreich

Während die Überlenden der Flut an der Ahr im Schlamm verzweifelt nach ihren Toten suchten, urlaubte die für Hochwasser verantwortliche Ministerin für Klima und Umwelt, Anne Spiegel, in Frankreich. Das Ahrtal in Rheinland-Pfalz hat die meisten Toten und Verletzten durch die Flut zu beklagen. 134 Tote und 766 Verletzte kostete das Hochwasser im Ahrtal.

Spiegel unterbrach ihren Frankreich-Urlaub für öffentlichkeitswirksame Auftritte am 10. August – offenbar, damit ihre lange Abwesenheit nicht auffällt.

Auch ich sprach im Ahrtal mit Ministerin Spiegel, die ich nicht auf ihren einmonatigen Urlaub während der Flutkatastrophe ansprach, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts davon wußte. Wer konnte so etwas ahnen?

Heute ist Spiegel Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird zunehmend zur Belastung für das Kabinett des Bundeskanzlers Olaf Scholz, der sich allerdings schwer damit tut, Spiegel auf seinen Vorschlag hin zu entlassen. Das würde seinen Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen belasten. Die Ampelkoalition wäre angeschlagen. Aber kann ein Bundeskanzler eine Ministerin in seinem Kabinett behalten, die Flutopfer im Ahrtal vier Wochen lang alleingelassen hat?

Gewinner einer Entlassung von Spiegel wäre Anton Hofreiter, der ihre Position einnehmen würde.

Journalist

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